Habe schon vor einiger Zeit einen Artikel von Tim Keller, über das Evangelium, ins Englische übersetzt und bin gerade darüber gestolpert. Ursprünglich wurde der Artikel im Leadership-journal veröffentlicht.
Das Evangelium (die Gute Nachricht) wurde einmal als Teich beschrieben, in dem ein kleines Kind waten kann und der doch tief genug ist, sodass ein Elefant darin schwimmen kann. Es ist einfach genug um es einem Kind zu erzählen und doch tief genug um die hellsten Köpfe ein Leben lang zu beschäftigen. Selbst Engel werden nie müde es zu betrachten1.
Das einfache Evangelium
(1) Gott hat dich gemacht und möchte eine Beziehung mit dir haben
(2) Unsere Sünde trennt uns von Gott
(3) Jesus nahm die Bestrafung, die wir aufgrund unserer Sünden verdient hätten auf sich
(4) Wenn du Buße tust und an ihn für deine Errettung glaubst wird dir vergeben, du wirst gerechtfertigt, frei aus Gnade angenommen und der Heilige Geist wohnt dann in dir bis du stirbst und in den Himmel kommst.
Von vielen wird behauptet dies wäre zu individualistisch, dass die Rettung durch Christus nicht so sehr dafür da ist dem einzelnen Freude zu bringen sondern Friede, Gerechtigkeit und eine neue Schöpfung. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass wir gar nicht von dem „ einen Evangelium“ sprechen weil alles kontextuell2 ist und die Bibel selbst mehrere Evangeliums Präsentationen enthält die in Spannung zu einander stehen.
Gibt es das „eine“ Evangelium?
Die Idee, dass es nicht die „eine Gute Nachricht“ gibt ist keine neue Idee. Deutsche Theologen empfanden schon früher, dass das Rechtfertigungs-Evangelium bei Paulus in scharfen Gegensatz zu Jesu Evangelium vom Königreich (Reich der Himmel) stand. Diese Sicht wurde jedoch von C.H. Dodd verworfen der sagte, dass es sehr wohl eine konsistente Gute Nachricht gäbe. Und auch Paulus besteht darauf, dass sein Evangelium das gleiche ist wie das der Jerusalemer Apostel. „Ob also ich oder jene,“ sagt Paulus sich auf Petrus und die anderen beziehend, „SO predigten wir, und SO habt ihr geglaubt.“(1 Kor 15:10 ). Diese Aussage setzt einen einzigen Evangeliums-kern voraus.
Den Rest gibt es als PDF wegen Fußnoten usw. ![]()
Das Evangelium in all seinen Formen
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