truth

Leben in der Wahrheit

Archive for Dezember, 2010

Lohnt es sich zu warten?

Posted by admin On Dezember - 31 - 2010

Ron Kubsch von theoblog.de hat dazu auf eine sehr interessante Statistik hingewiesen.

Heutzutage ist es zumindest in der westlichen Welt üblich, dass Paare erst einmal ausprobieren, wie gut sie sich im Bett verstehen, bevor sie Zukunftspläne schmieden. Menschen, die eine tiefe Bindung aufbauen wollen, bevor sie intim werden, bilden die Ausnahme. Eine US-Studie attestiert den Zurückhaltenden nun größere Chancen auf ein nachhaltiges Beziehungsglück. An der Studie nahmen 2035 Verheiratete teil, die den demografischen Durchschnitt der amerikanischen Bevölkerung repräsentierten. Die Teilnehmer beantworteten einen ausführlichen Fragekatalog zu ihrem Eheglück. Eine der Fragen lautete: »Wann wurden Sie in Ihrer Beziehung sexuell aktiv?«

Eine Analyse der Fragebogen ergab, dass die Paare, die bis zur Ehe mit dem Sex gewartet hatten, einige Vorzüge genossen gegenüber jenen Paaren, die bereits in einem frühen Stadium der Beziehung miteinander geschlafen hatten.

  • Die Beziehung der Zögerlichen war um 22 Prozent stabiler.
  • Sie bewerteten die Zufriedenheit um 20 Prozent höher.
  • Sie schätzten die Qualität der sexuellen Beziehung um 15 Prozent höher.
  • Sie beurteilten die Kommunikation in der Ehe um zwölf Prozent besser.

Hier der restliche Artikel

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Neujahrsvorsatz – the Word Project

Posted by admin On Dezember - 30 - 2010

Wie wäre es dieses Jahr mit einem Neujahrsvorsatz der nicht nur dein Leben bereichern wird sondern auch Gott Ehre bringt und dich verändert so das du ein größerer Segen für andere Menschen wirst? Das Team von “the Word Project” hat eine Internetseite eröffnet in der junge und auch ältere Christen in einer gemeinschaftlichen Atmosphäre die Bibel in einem Jahr durchlesen können. Obwohl das Projekt in erster Linie auf das geistliche Wachstum von Christen abzielt ist auch jeder der sich mit dem christlichen Glauben und der Bibel rein interessenshalber auseinander setzen will herzlich eingeladen mit zu machen. Es wird auch immer kurze Kommentare und Verständnisfragen zu den einzelnen Kapiteln geben, außerdem gibt es ein Award-System so, dass man sich auch selbst motivieren kann, wozu auch die Gruppe beiträgt, denn wem könnte etwas Verbindlichkeit schon schaden. Auf der Homepage heißt es zum Grund:

Warum?

Du fragst dich wahrscheinlich: „Warum das Ganze, was soll mir das bringen?“

  • Sehnst du dich nach einer tieferen Beziehung zu Gott? (Eph.3,11-13)
  • Willst du im Vertrauen auf Gott fest werden? (Eph.4,14)
  • Willst du im Glauben wachsen? (2.Petr.3,18)
  • Willst du Erweckung an dir und anderen erleben? (Nehemia 5)

Dann solltest du auf alle Fälle weiterlesen.

Der Apostel Petrus sagt uns „Nehmt […] in der Gnade zu und lernt unseren Herrn und Retter Jesus Christus immer besser kennen.“ (2.Petr.3,18) Aber wie lernt man Jesus besser kennen? Petrus gibt uns auch darauf Antwort, er sagt: „Verlangt […] wie Neugeborene nach der unverfälschten Milch des Wortes Gottes, damit ihr durch sie heranwachst und das Ziel, eure endgültige Rettung, erreicht.“ (1.Petr.2,2)

Wie ein Neugeborenes Kind die Milch seiner Mutter braucht um „groß und stark zu werden“, so braucht auch der neugeborene Christ die geistliche Muttermilch, welches das Wort Gottes ist. Wir möchten dass du ein gesunder, wohl ernährter und kräftiger Christ wirst, dazu haben wir das WordProject geschaffen.

Mit ihm wollen wir eine Community bieten die dich motivieren soll auf das Ziel beständig zuzulaufen und bei so mancher Durststrecke dennoch dranzubleiben. Wir wissen, dass es keine leichte Aufgabe ist die Bibel innerhalb eines Jahres zu lesen, deswegen hoffen wir dich mit diesem Projekt unterstützen zu können.

„Gemeinsam wollen wir es wagen, gemeinsam können wir es schaffen!“

Ich werde als Kommentator dabei sein und würde mich freuen wenn auch du dabei bist.

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Warum werden nicht alle Menschen gerettet?

Posted by admin On Dezember - 30 - 2010

1 Tim 2,3-4 In dieser Weise zu beten ist gut und gefällt Gott, unserem Retter, denn er will, dass alle Menschen gerettet werden und dass sie die Wahrheit erkennen.

2. Petr 3,8-9 Eines freilich dürft ihr nicht vergessen, liebe Freunde: Für den Herrn ist ein Tag wie tausend Jahre, und tausend Jahre sind für ihn wie ein Tag. Es ist also keineswegs so, dass der Herr die Erfüllung seiner Zusage hinauszögert, wie einige denken. Was sie für ein Hinauszögern halten, ist in Wirklichkeit ein Ausdruck seiner Geduld mit euch. Denn er möchte nicht, dass irgendjemand verloren geht; er möchte vielmehr, dass alle ´zu ihm` umkehren.

Wenn Gott wie wir gerade gelesen haben will das alle Menschen gerettet werden und er nach Jes 46,10 seinen Plan immer zustande bringt und nur tut was ihm wohlgefällt, warum kommen dann Menschen in die Hölle? Hier zu ein kurzes Zitat von John Piper und ein Link zum Artikel für alle die es genauer wissen wollen.

Mein Beitrag war einfach zu zeigen, dass der Wille Gottes der  für alle Menschen will das sie gerettet werden nicht im Widerspruch zur Souveränität der Gnade Gottes in der Erwählung steht. Das ist meine Antwort zu der obigen Frage was Gottes Willen zurückhält alle Menschen zu retten nämlich sein vorrangige Hingabe das volle Spektrum seiner Herrlichkeit, durch die souveräne Demonstration seines Zorns und seiner Barmherzigkeit, für die Freude der Erwählten und Gläubigen Menschen von jedem Stamm, jeder Sprache und jeder Nation, hoch zu halten. – John Piper

Original Wortlaut: My contribution has simply been to show that God’s will for all people to be saved is not at odds with the sovereignty of God’s grace in election. That is, my answer to the above question about what restrains God’s will to save all people is his supreme commitment to uphold and display the full range of his glory through the sovereign demonstration of his wrath and mercy for the enjoyment of his elect and believing people from every tribe and tongue and nation.

Der Ganze Artikel:http://www.desiringgod.org/resource-library/articles/are-there-two-wills-in-god

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Gegenmittel zur Sünde Amputation – Matthew Henry

Posted by admin On Dezember - 29 - 2010

“Und wenn deine Hand dir Anlass zur Sünde gibt, so hau sie ab! Es ist besser für dich, als Krüppel in das Leben hineinzugehen, als mit zwei Händen in die Hölle zu kommen, in das unauslöschliche Feuer. Und wenn dein Fuss dir Anlass zur Sünde gibt, so hau ihn ab! Es ist besser für dich, lahm in das Leben hineinzugehen, als mit zwei Füssen in die Hölle geworfen zu werden. Und wenn dein Auge dir Anlass zur Sünde gibt, so wirf es weg! Es ist besser für dich, einäugig in das Reich Gottes hineinzugehen, als mit zwei Augen in die Hölle geworfen zu werden,…” (Markus 9,43-47).

1. Folgende Annahme: deine Hand, dein Auge oder dein Fuss gibt dir Anlass zur Sünde. Und dass die unreine Korruption, der wir uns hingeben, uns so lieb ist wie ein Auge oder eine Hand. Oder dass das, was für uns so etwas wie eine Hand oder ein Auge ist, für uns zu einer unsichtbaren Versuchung zur Sünde wird. Angenommen, das Geliebte wurde zur Sünde oder die Sünde zum Geliebten. Angenommen wir können das was uns lieb geworden ist nicht behalten, weil es für uns zur Falle und zum Stolperstein geworden ist. Angenommen wir müssten uns entweder davon trennen oder von Christus und einem guten Gewissen.

2. Die empfohlen Anweisung oder Aufforderung an uns: Reiß dein Auge aus, hacke deine Hand und deinen Fuß ab. Lass deinen Liebling, die Lust, absterben. Töte sie, kreuzige sie, lass sie verhungern, gib ihr keine Nahrung. Vertreibe die Idole, die einst begehrenswert waren und jetzt verabscheuungswürdige Dinge sind. Halte dich fern von Dingen die dich versuchen können, obwohl sie so angenehm sind. Es ist notwendig, dass der infizierte Teil abgeschnitten wird, damit das Ganze erhalten bleibt. “Immedicabile vulnus ense recidendum est, ne pars sincera trahatur.” – “Der Teil, der unheilbar verwundet wurde, muss abgeschnitten werden, damit zumindest die gesunden Teile nicht angesteckt werden.” Wir müssen uns selbst Schmerzen auferlegen, damit wir uns nicht selbst ruinieren. Wir müssen uns selbst verleugnen, damit wir nicht zerstört werden.

3. Die Notwendigkeit dies zu tun: Das Fleisch muss sterben, damit wir in das Leben eintreten können (Mk 9,43.45), in das Königreich Gottes (V 47). Wir empfinden vielleicht für den Moment, wo wir die Sünde verlassen, Stillstand und Verstümmelung! Tu es trotzdem, es ist für das Leben. Und alles was Menschen haben, werden sie für ihr Leben geben: es ist für ein Königreich, das Königreich Gottes, das wir nicht anders erreichen können. Diese Stillstände und Verstümmelungen werden die Zeichen des Herrn Jesus sein; sie werden in diesem Königreich Narben der Ehre sein.

4. Die Gefahr es nicht zu tun. Auf den Punkt gebracht: Entweder stirbt die Sünde, oder wir sterben. Wenn wir diese Delila (siehe Richter 16) an unsere Brust legen, wird sie uns betrügen – wenn wir von der Sünde regiert werden, kommt unausweichlich der Ruin. Wenn wir unsere Hände, unsere Augen und unsere Füße behalten wollen, müssen wir mit ihnen in die Hölle geworfen werden. Unser Retter betont oft unsere Pflicht zu handeln, um nicht in das vor uns liegende Verderben zu rennen, wenn wir fortfahren zu sündigen – in Betracht der Qualen der Hölle. Mit welcher Betonung des Schreckens werden diese Worte hier dreimal wiederholt: “Wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlöschen wird!” Diese Worte sind von Jes 66,24. Die Erinnerung und die Vorwürfe des eigenen Gewissens sind der Wurm, der nicht stirbt. Sie werden an der Seele der Verdammten kleben wie Würmer an einem toten Körper, und werden an ihr nagen und sie nie verlassen, bis sie sie total verschlungen haben. Sohn erinnere dich, dieser Wurm wird weiter nagen (siehe Sprüche 5,12.23), Wie habe ich diese Anweisungen gehasst! Die Seele ist die Nahrung für diesen Wurm, und kann nicht sterben. Und der Wurm ist in ihr hervorgebracht und deshalb stirbt keiner von beiden. Diese Menschen werden sich in alle Ewigkeit anklagen, verdammen und beschuldigen über ihre eigene Torheit. So sehr sie jetzt auch in sie verliebt sind, werden sie von ihnen gerissen werden, und wie der Biss einer Otter sein .” Matthew Henry – Übersetzung von hierhttp://www.ccel.org/h/henry/mhc2/MHC41009.HTM

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Der Kern des Evangliums und die Ausladung eines Evangelisten

Posted by admin On Dezember - 28 - 2010

Habe heute einen Blogeintrag auf toby-faix.blogspot.com gelesen und sehr interessant gefunden es ging im Kontext der Ausladung eines Evangelisten in Freiburg (Idea berichtete hier und hier) darum was den zum Kern des Evangeliums gehört. Obwohl die Antworten nicht vom Inhalt her besonders gut waren (ausnahmen bestätigen die Regel) so vermitteln sie doch ein gutes Bild von den Meinungen die so in unseren Kirchen herum schwirren. Es wurden auch in Idea Spektrum zwei Stellungnahmen zur Frage ob man mit dem Gericht Gottes drohen dürfe veröffentlicht (siehe hier). Hier mein Kommentar:

Wir haben als Christen nicht die Freiheit uns selbst aus zu suchen was uns als Kern gut gefallen würde, sonder müssen den Dingen Vorrang geben denen auch die Bibel Vorrang gibt und genauso wenig haben wir den Luxus uns in der Verkündigung auszusuchen welche Dinge wir weglassen. Nun aber zum Kern.
1 Kor 15 1-4
1 Nun will ich euch noch einmal an die gute Botschaft erinnern, liebe Brüder, die ich euch verkündet habe. Ihr habt sie damals angenommen, und sie ist auch heute das Fundament eures Glaubens.
2 Durch sie werdet ihr gerettet, wenn ihr daran festhaltet genau so, wie ich sie euch verkündet habe – es sei denn, ihr seid vergeblich zum Glauben gekommen.
3 Ich habe euch das weitergegeben, was am >>>wichtigsten<<< ist und was auch mir selbst überliefert wurde – dass Christus für unsere Sünden starb, genau wie es in der Schrift steht.
4 Er wurde begraben und ist am dritten Tag von den Toten auferstanden, wie es in der Schrift steht.

Dieses Evangelium muss natürlich um Sinn zu machen in eine größere Geschichte eingebaut werden in der klar wird das wir als Sünder schuldig vor Gott sind und vor seinem Zorn gerettet werden müssen. Was ja auch in den auf Joh 3,16 folgenden Versen geschieht. Wer aber nicht glaubt der ist schon verurteilt.

Und noch deutlicher in Joh 3,36: Und alle, die an den Sohn Gottes glauben, haben das ewige Leben. Doch die, die dem Sohn nicht gehorchen, werden das ewige Leben nie erfahren, sondern der Zorn Gottes liegt weiterhin auf ihnen.

Was in Freiburg geschehen ist ist, dass die Veranstalter Menschen mehr gefürchtet haben als Gott, denn Jesus war nie darum besorgt seine Menge zu behalten oder die Leute nicht zu verschrecken er wollte einfach nur den Willen seines Vaters tun. (Joh 6 Mt 3,7)

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Interview 7 2010 Wolfgang Nestvogel

Posted by admin On Dezember - 24 - 2010

Zu Weihnachten kommt das siebende und wahrscheinlich letzte Interview. Danke an alle Leser und Unterstützer, euch und euren Familien wünsche ich ein gesegnetes Weihnachtsfest und daraus geschöpften neuen Mut unseren Herrn und Retter in der Welt zu bezeugen.

Geboren 1961 in Hannover; verheiratet, 2 Kinder

Studium der evangelischen Theologie in Krelingen, Göttingen und Tübingen. Pfarrer an evangelischen Kirchengemeinden in Borstel (Nienburg) und Osnabrück.

Promotion an der Theologischen Fakultät der Universität Nürnberg/Erlangen mit einer Arbeit über “Die Souveränität Gottes und die Verantwortung des Menschen als homiletische Aufgabe” (2000).

Dozent für Praktische Theologie an der Akademie für Reformatorische Theologie (ART) in Hannover (2001-2010), seit 2005 zusätzlich deren Rektor. Pastor der Bekennenden Evangelischen Gemeinde Hannover. (Mehr Information über seine Person und seinen Dienst gibt es auf  www.wolfgang-nestvogel.de)

1. Was denkst du ist die größte Not der heutigen Kirche? (Antwort bitte in dem Bereich wo du Einsicht hast)

Es kommt darauf an, was man unter „Kirche“ versteht. Wenn ich dabei an die von einer liberal-postmodernen Hierarchie dominierte Evangelische Volkskirche in Deutschland denke, ist deren größte Not der Ausfall lebendigen Glaubens an den auferstandenen Jesus.

Damit behaupte ich nicht, daß es innerhalb dieser Institution keine echten Christen mehr gäbe.  Leider aber sind viele Pastoren und Kirchenleiter im biblischen Sinne „ungläubig“, was seine Ursache in der Vorherrschaft der historisch-kritischenTheologie hat, die den Zugang zur Bibel nicht öffnet, sondern verschließt, mehr noch: zerstört.

Meinen wir mit „Kirche“ dagegen die Gemeinde Jesu Christi, von der unser Herr versprochen hat, daß selbst die Pforten der Hölle sie nicht überwinden werden (Mt. 16,18), dann gehört zu deren größten Nöten, daß sie seit Jahrzehnten an einem fortschreitenden theologisch-lehrmäßigen Substanzverlust leidet. Offenkundig unbiblische  Anschauungen, wie das Emerging-Church-Konzept oder die sog. „neue Paulus-Perspektive“ hätten in evangelikalen Kreisen niemals eine solche Akzeptanz finden können, wenn deren Urteilskraft nicht vorher schon durch das „Ausfransen“ der biblischen Lehre  unterminiert worden wäre.

2. Was ist die Lösung dafür?

    Auf keinen Fall eine konfessionalistische Engführung, wie sie zur Zeit an einigen Stellen popagiert wird. Weder an Calvins noch an Luthers Wesen wird die bibeltreue Bewegung genesen, so hilfreich diese Glaubensväter auch durch ihre theologische Arbeit für uns sein können. Nur die Bibel selbst hat aber die Kraft und Vollmacht, uns zurechtzubringen. Wir brauchen – wenn ich das so abgekürzt sagen darf – Exegese dringender als Kirchengeschichte. Luther hat deshalb vor allem anderen auf die efficacia scripturae gesetzt, auf die Wirkkraft und das Durchsetzungsvermögen der Schrift selbst. Sie müssen wir hören, auslegen und dann mit Leidenschaft predigen. Am Ende hängt alles an einer von Gott beglaubigten Predigt und diese wiederum an ihrer Treue zu Jesus und seinem Wort. Deshalb ist auch das Eintreten für die Irrtumslosigkeit der Bibel kein überflüssiger Luxus, sondern Dienst am Evangelium!

    3. Welche 5 Bücher haben dich am meisten im Glauben weitergebracht oder beeinflusst und warum? (neben der Bibel)

      So leicht lassen sich keine Top-Five von den vielen guten abheben, deshalb möchte ich die folgenden Titel eher exemplarisch verstanden wissen: Da ist Ian H. Murrays zweibändige Biographie über Martyn Lloyd-Jones (The First Forty Years, The Fight of Faith), die zeigt, daß der theologische Kampf für die Wahrheit viel Liebe, gute Freunde, und vor allem eine enge Verbindung zu Jesus braucht. Die Predigten von Wilhelm Busch haben mich als jungen Pastor inspiriert und angespornt, als ich meine ersten evangelistischen Gehversuche in einem liberalen volkskirchlichen Umfeld unternahm und mir gezeigt, was liebevolle Attacke auf den Unglauben bedeutet. Auch Spurgeons „Ratschläge für Prediger“ und John MacArthurs Bibelkommentare (gelesen unter dem Eindruck seiner via Cassetten aufgesogenen Predigten) haben Spuren hinterlassen. Für das persönliche Gebetsleben leisten Ole Hallesbys „Vom Beten“ und D.A. Carsons „Call to Spiritual Reformation. Priorities from Paul and His Prayers“ immer noch  unschätzbare Dienste.

      4. Wo sind für dich Grenzen der Einheit unter “bekennenden” Christen (Wo fängt Irrlehre an und was sind Auslegungsspielräume)?

      Das ist eine der berühmten 1000-Dollar-Fragen, bei denen man sich in der Kürze eines Interviews nur „in die Nesseln“ setzen kann. Die Grenze der Einheit wird nicht von uns gezogen, sondern von Jesus bestimmt (Johannes 17, vgl. Eph. 4) und ist für uns nicht immer sichtbar. Wer wirklich zu Jesus Christus gehört und durch ihn Gottes Kind geworden ist, gehört nun zur Familie. Dennoch kann man, das gibt’s auch im „wirklichen Leben“, nicht immer mit allen Verwandten gleichzeitig in ein und derselben Ortsgemeinde zusammenarbeiten. Ich habe viele Freunde und wunderbare Glaubensbrüder in anderen evangelischen Denominationen als meiner eigenen, die laden mich sogar zu Predigten und Vorträgen ein, auch wenn wir niemals auf Dauer in ein- und derselben Ortsgemeinde zusammenwirken könnten. Dennoch freuen wir uns auf jede Begegnung, beten mit- und füreinander und wissen uns durch den Herrn Jesus verbunden. Das nenne ich Einheit, auch wenn diese sichtbar erst im Himmel vollendet werden wird. Dazu habe ich viel bei Martyn Lloyd-Jones gelernt. Obwohl er für seine ausgewogene Erwählungslehre bekannt war und sich in mancher Hinsicht als „Reformierter“ verstand, ist er immer dafür eingetreten, auch „Arminianer“ als Brüder und geistliche Weggenossen anzuerkennen. (So wie auch Whitefield im 18. Jahrhundert nicht gezögert hat, Wesley als begnadeten Verkündiger anzusehen.) Obwohl Lloyd-Jones die Mündigentaufe lehrte, pflegte er enge Dienstgemeinschaft z.B. mit dem evangelikalen Anglikaner James I Packer. Eindeutig abgegrenzt hat Lloyd-Jones sich dagegen zu recht gegenüber dem Katholizismus, weil dort die Grundpfeiler der rettenden Evangeliums verrückt und verfälscht werden. Die schwierigste Verhältnisbestimmung ist immer wieder gegenüber den sog. „Charismatikern“ zu leisten. (Hier hätte auch Lloyd-Jones sich nach meiner Überzeugung noch kritischer positionieren sollen.) Einerseits gibt es auch unter denen persönlich aufrechte und einsatzbereite Jünger Jesu, andererseits verleitet der dort vorherrschende Denk-und Verkündigungsansatz nolens volens dazu, die Bindung an die Bibel und das Vertrauen in deren Genügsamkeit aufzuweichen. Dabei denke ich nicht nur an Radikalcharismatiker wie Benny Hinn, Reinhard Bonnke oder Todd Bentley, sondern auch an eher gemäßigte Vertreter wie Wolfram Kopfermann. Über deren Herzenshaltung zu urteilen, steht mir nicht zu. Aber von einer Kooperation mit ihren Institutionen und Glaubenswerken würde ich dringend abraten.

      5. Was beschäftigt dich momentan persönlich am meisten?

      Fragen Sie das lieber meine Frau. Die beschäftigt mich persönlich sicher am meisten…, und natürlich meine beiden Kinder: Lukas (der gerade ein geisteswissenschaftliches Studium in Göttingen begonnen hat) und Tabea (die sich auf der Zielgeraden des Abiturs befindet). Die drei sind mein persönlicher Mikrokosmos und Dauer-Intensiv-Gesprächskreis.

      Schon gut, nun zu dem, was Sie wahrscheinlich wissen wollten: Der regelmäßige Predigtdienst in unserer Bekennenden Evangelischen Gemeinde in Hannover (www.beg-hannover.de ), die Vorarbeiten zu einem Buch über die Grundlagen der evangelikalen Bewegung und der Aufbau eines bibeltreuen Fernstudiums für Theologie und Gemeindedienst. Ich danke Gott immer wieder, daß ich eine so spannende Arbeit tun darf.

      6. Was muss ein Mensch glauben, um errettet zu werden? (Natürlich an Christus was muss der Inhalt sein)

      Er muß über Jesus glauben (d.h. als wahr anerkennen), was erforderlich ist, um an Jesus als persönlichen Retter glauben zu können. Zu ersterem gehören die biblisch glasklar definierten essentials: daß Jesus Gottes Sohn ist, der in diese Welt kam, um als das sündlose Opferlamm stellvertretend jene Strafe auf sich zu nehmen, die ich für mein Sündersein verdient hätte und die mich auf ewig zu recht in die Hölle gebracht hätte. (Zu diesem Glaubensinhalt gehört übrigens auch die reale Jungfrauengeburt, da sie untrennbar mit dem Gottsein und der Sündlosigkeit Jesu verbunden ist.) Im stellvertretenden Sühnetod Jesu hat der heilige Gott selbst seinem Anspruch Genüge getan und in dessen Auferstehung hat er Sünde, Tod und Teufel wirksam besiegt. Dieses als wahr anzuerkennen, ist eine notwendige,  aber noch keine  hinreichende Bestimmung rettenden Glaubens. Dazu gehört dann auch, daß ich mich diesem von der Bibel offenbarten Jesus persönlich anvertraue, seine Vergebung vertrauensvoll ergreife und ihn als meinen persönlichen Herrn und Gott anbete (Joh 20,28).

      7. Glauben Muslime an den gleichen Gott und haben nur ein falsches Gottesbild? (da es ja nur einen Schöpfer gibt und sie ja auch den meinen?)

      Der Adressat, an den die Muslime ihre Gebete richten, hat mit dem lebendigen Gott der Bibel nichts zu tun. Er ist nicht nur anders als dieser, sondern dezidiert gegen ihn gerichtet. Der Adressat muslimischer Gebete hat keinen Sohn und bringt kein persönliches Opfer, um das Problem der Schuld zu lösen. Alles, was Jesus und sein Heilswerk ausmacht – seine Gottessohnschaft, Menschwerdung, sein stellvertretenden Tod und seine leibliche Auferstehung – wird vom Koran nicht nur nicht gelehrt, sondern vielmehr: abgelehnt, diffamiert und als mit dem Willen Allahs unvereinbar erklärt. Wer aber Jesus als Sohn Gottes verwirft, hat laut Bibel keine Chance zu Gott zu kommen. Also ist der Islam per definitionem gegen den christlichen Glauben ausgerichtet, weil er den einzigen wahren Heilsweg verwirft und vielmehr noch als Gotteslästerung diffamiert.

      Der Allah des Korans ist darum ein Gegengott zum heiligen Gott der Bibel, ein Götze, eine dämonische Macht, welche Millionen von Menschen in ihren Bann gezogen hat und den wahrhaftigen Gott der Bibel als Lügner denunziert. Daß dieser Götze sich mit einigen Eigenschaften und Taten (Schöpfung!) des wahren Gottes tarnt, macht ihn umso gefährlicher. Wer in Islam und Christentum ein- und denselben Gott am Werk sehen will, hat das Wesen des Islam letztlich nicht verstanden. Umso dringender unsere Aufgabe, auch Muslime mit Jesus bekanntzumachen und sie liebevoll mit seinem Evangelium zu konfrontieren.

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      Interview 6 2010 Wolfgang Rehner

      Posted by admin On Dezember - 17 - 2010

      Wolfgang Rehner ist Pfarrer der evangelischen Pfarrgemeinde Ramsau am Dachstein.

      1. Was denkst du ist die größte Not der heutigen Kirche? (Antwort bitte in dem Bereich wo du Einsicht hast)

      Die Kirchenmitglieder überschätzen, was sie alles selbst bestimmen können. Das ist nicht böse, es ist durchaus das allgemeine europäische Streben, alles selbst bestimmen zu können. Aber wir können Gott nicht bestimmen.

      2. Was ist die Lösung dafür?

      Gute Frage. Wenn ich wirklich die Lösung hätte, wäre ich der Mose des 21 Jahrhunderts. Ich meine, die Lösung beginnt dort, wo wir nicht sofort, nachdem wir ein Problem erkannt haben, Lösungen fordern, sondern wirklich sehen und hören lernen: Sehen und hören, wie das Problem bei den Menschen zustande kommt, sehen und hören auch auf Gottes Wort.

      3. Welche 5 Bücher haben dich am meisten im Glauben weitergebracht oder beeinflusst und warum? (neben der Bibel)

      Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna (Fynn) – wegen der tiefen Fragen und dem direkten Zugang zu Gott.

      Der wilde Mann (Richard Rohr) – wegen der Weisheit, die aus Gebet und Meditation von Bibelstellen in Zusammenschau mit dem Wissen unserer Zeit entspringt.

      Glaube und Denken (Karl Heim) – wegen der Zusammenschau der wissenschaftlichen Erkenntnis aus so unterschiedlichen Disziplinen.

      Die Wolke der Zeugen – Lebensbilder von großen Persönlichkeiten der Kirchengeschichte sind für mich wichtige Konkretion von Glaubenserkenntis, gleichzeitig wird klar: das reine Christsein gibt es nicht.

      Zeit mit Gott (Klaus Meyer zu Uptrup) – als Wegbegleiter im Gebetsleben.

      4. Wo sind für dich Grenzen der Einheit unter “bekennenden” Christen (Wo fängt Irrlehre an und was sind Auslegungsspielräume)?

      Grenzpunkte: Selbstverwirklichung, Absolutheitsanspruch der eigenen Erkenntnis, das Argument: dieses hat mir der Heilige Geist (im Gebet) eingegeben…

      5. Was beschäftigt dich momentan persönlich am meisten?

      Diese Frage zu stellen bei einem Interview für einen Internetblog ist unverantwortlich, wenn nicht gar manipulativ-sektiererisch.

      6. Was muss ein Mensch glauben um errettet zu werden? (Natürlich an Christus was muss der Inhalt sein)

      Ich bin überzeugt: er muss gar nichts. Denn die Erlösung geschieht nicht dadurch, dass der Mensch tut und macht und betet und bekennt und glaubt. Dann wäre der Mensch letztendlich der Erlöser und nicht Christus. Für die Erlösung notwendig ist die Offenheit des Menschen für die Tat und die Botschaft Jesus Christi. Und es ist notwendig, sich von der Botschaft und der Tat Jesu Christi mitnehmen zu lassen. Das ist dann ein schmerzhafter Weg, ein „schmaler Pfad“, ein Weg der Umkehr, aber sicher auch ein Weg der Freiheit und der Freude, weil die Bindungen in dieser Welt keine Fesseln mehr sind.

      7. Glauben Muslime an den gleichen Gott und haben nur ein falsches Gottesbild? (da es ja nur einen Schöpfer gibt und sie ja auch den meinen?)

      Es geht bei dieser Frage sicher nicht nur um Muslime. Wichtig ist die Feststellung, dass es nur einen Gott geben kann. Dann ist die Frage, ob man die Offenbarung Gottes in Jesus Christus annimmt und bekennt, oder sich auf Propheten aller Art verlässt. Wenn die Offenbarung Gottes in Jesus Christus abgestritten oder relativiert wird, kann man nicht gemeinsam bekennen und auch nicht Gemeinschaft im Gebet haben. Dialog, gegenseitiger Respekt, bekennen eigener Verfehlungen im Umgang miteinander sind dennoch notwendig, gemeinsame Ziele sind möglich.

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      Interview 5 2010 Michael Bünker

      Posted by admin On Dezember - 14 - 2010

      http://images.derstandard.at/t/12/20080130/buenker_300x260.jpg

      Nach der Volksschule in Radenthein und dem Gymnasium in Villach studierte Bünker Evangelische Theologie an der Universität Wien. 1981 promovierte er bei Kurt Niederwimmer im Fach Neues Testament zum Thema „Briefformular und rhetorische Disposition im 1. Korintherbrief“.

      Er war Vikar in der Weinbergkirche in Wien-Döbling, anschließend Inhaber der zweiten Pfarrstelle in der Evangelischen Kirche Floridsdorf. 1991 wurde er mit der Leitung der Evangelischen Religionspädagogischen Akademie (ERPA) betraut. Im Jahr 1999 wurde er zum Oberkirchenrat gewählt. Seit 2003 ist er als Honorarprofessor Lehrbeauftragter an der Evangelischen Fakultät der Universität Wien. 2006 erfolgte die Bestellung zum Generalsekretär der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE). Bünker wurde 2007 zum Nachfolger von Herwig Sturm als Bischof von Österreich gewählt, dessen Amt er am 1. Jänner 2008 übernahm. Die feierliche Amtseinführung erfolgte am 27. Jänner 2008. [http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_B%C3%BCnker]

      1.Was denkst du ist die größte Not der heutigen Kirche? (Antwort bitte in dem Bereich wo du Einsicht hast)
      Unter den verschiedenen Nöten der heutigen Kirche beschäftigt mich die Frage, wie es Christen und Christinnen besser gelingen kann, sprachfähig über ihren Glauben zu werden. Es kommt darauf an, sagen zu können, was man glaubt, und dann zu tun, was man sagt. Sprachfähigkeit des Glaubens heißt auch, mit dem säkulargeprägten Menschen so ins Gespräch zu kommen, dass eine Kommunikation des Evangeliums stattfinden kann.
      2. Was ist die Lösung dafür?
      Ich bin davon überzeugt, dass es mehr an sogenannten Glaubenskursen braucht, in denen Christen und Christinnen lernen, miteinander und mit anderen über Inhalte des Glaubens ins Gespräch zu kommen.
      3. Welche 5 Bücher haben dich am meisten im Glauben weitergebracht oder beeinflusst und warum? (neben der Bibel)
      Besonders beeinflusst haben mich die Schriften Martin Luthers, Paul Drillichs und Dietrich Bonhoeffers. Aber auch aus dem Bereich der Literatur habe ich viel für meinen Glauben gelernt, ich nenne Herta Müllers Buch “Die Atemschaukel” und die Gedichte von Ingeborg Bachmann.
      4. Wo sind für dich Grenzen der Einheit unter “bekennenden” Christen (Wo fängt Irrlehre an und was sind Auslegungsspielräume)?
      Das Augsburger Bekenntnis hält fest, dass zur wahren Einigkeit der Kirche (und das schließt die Einheit bekennender Christen ein) die Rechte Verkündigung des Evangeliums und die stiftungsgemäße Feier der Sakramente genügt. Durch das Evangelium in Wort und Sakrament weckt Gott den Glauben bei den einzelnen Menschen und wird die Kirche als “Gemeinschaft der Heiligen”, wie es im Glaubensbekenntnis heißt begründet.
      5. Was beschäftigt dich momentan persönlich am meisten?
      Mit großer Sorge sehe ich, dass durch Entwicklungen, die vor allem von der wirtschaftlichen Situation ausgehen, die Menschen zunehmend nebeneinander, ja sogar gegeneinander gestellt werden. Die  Armutsgefährdung zu, die Ablehnung von Fremden ebenfalls. Es beschäftigt mich, wie Kirche und einzelne Christen glaubwürdig die Botschaft der Versöhnung in dieser Welt leben können.
      6. Was muss ein Mensch glauben um errettet zu werden? (Natürlich an Christus was muss der Inhalt sein)
      Nach evangelischem Verständnis ist die Rechtfertigungsbotschaft der Kern des Evangeliums. Dass Gott mich sündigen Menschen durch Jesus Christus ihm recht macht, begründet das feste Vertrauen auf die gnädige Zuwendung Gottes, die Einsicht in die eigenen Sündenverfallenheit und das Vertrauen darauf, dass mit Hilfe des Hl. Geistes ein glaubwürdiges Zeugnis und ein hingebungsvoller Dienst an der Welt möglich ist.
      7. Glauben Muslime an den gleichen Gott und haben nur ein falsches Gottesbild? (da es ja nur einen Schöpfer gibt und sie ja auch den meinen?)
      Der Islam lehnt die christliche Lehre vom dreieinigen Gott ab. Gleichzeitig bezieht er sich auf die jüdischen und christlichen Wurzeln im Gottesverständnis. Es ist ein anderes Gottesbild, das Muslime vertreten. Deshalb sind gemeinsame Gebete zwischen Christen und Muslimen nicht möglich.
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      Interview 4 2010 Karl-Hermann Kauffmann

      Posted by admin On Dezember - 12 - 2010

      Karl-Hermann Kauffmann Jahrgang 1951 in Tailfingen (Albstadt)

      -verheiratet mit Beate geb. Boß (seit 1974) -drei Kinder (Alter 32,27,22) -Ausbildung: Bankfachwirt -Arbeitgeber: Landesbank Baden Württemberg, seit 1.1.2009 im Vorruhestand -bürgerlich aufgewachsen (Bäckerei in einer schwäbischen Kleinstadt) -evangelisch erzogen -1974 Bekehrung zu Jesus Christus -Mitarbeiter im CVJM Albstadt -seit 1986 Ältester (Mitverantwortlicher) einer Freien Brüdergemeinde -seit 1995 Teamleiter der Revision der Schlachter-Bibel – Revision wurde 2003 abgeschlossen -2007 Herausgabe einer Biographie von Franz Eugen Schlachter -2009 Herausgabe einer Biographe von Ira D. Sankey auf deutsch [http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:KHKauffmann]

      1.Was denkst du ist die größte Not der heutigen Kirche? (Antwort bitte in dem Bereich wo du Einsicht hast)
      Bevor ich die Frage beantworte muss das Wort “Kirche” definiert werden. Ich werde einfach zwischen “Kirche” im Sinne der Institution und “Gemeinde” im Sinne einer freien Organisation, bzw. noch besser, dem unsichtbaren Leib Jesu Christi, unterscheiden:
      a) die größte Not der Kirche ist, dass sie sich bereits kurz nach ihren Anfängen nicht auf die Heilige Schrift allein stützte, sondern zusätzlich auf Bekenntnisse und Erfahrungen. Dies führt zu Verirrungen und Abfall. Ich denke hier vor allem an die Lehre von Sakramenten, Kindertaufe, Abhängigkeiten von Lehren ihrer Führer mit all deren Irrtümern usw. Man denke nur an das Drama der Reformatoren in deren Haltungzu der gesunden Täufernbewegung und deren Führern (Menno Simons, Michael Sattler, Felix Manz, Balthasar Hubmayer, Konrad Grebel, Georg Blaurock, usw.), was dann zu Mord und Verfolgung geführt hat -sowohl von protestantischer wie auch von katholischer Seite
      b) Gemeinden haben die Not, dass sie oft nicht den Mut haben 1Kor 4,6; zu beachten, d.h. nicht über das Geschriebene hinauszudenken. Praktisch bedeutet dies, alles abzulehnen, was die Bibel nicht in der praktischen Anweisung für die neutestamentliche Gemeinde aufzeigt (Apg 2,42, Lehrbriefe usw). Dies nicht zu tun, führt wiederum zu Abfall und Verirrungen, vor allem aber zum Einbruch menschlicher Lehrenund Praktiken, die die Heilige Schrift entweder ablehnt oder nicht kennt
      c) so gut wie alle Denominationen haben die Not, dass sie sich auf menschliche Schienen begeben haben und die göttliche Berufung von Menschen, die Gott zum Dienst aussondert nicht anerkennen, sondern sich auf wissenschaftliche oder Bibelschul-Ausbildungen verlassen. Dies ist der Geist dieser Welt, der 1Kor 1,26ff; zuwider handelt und dann ebenfalls zu Verirrungen führt.
      2. Was ist die Lösung dafür?
      Die Lösung ist die einfache Rückkehr zum biblischenBefund und eine Verwerfung der Tradition und auch der Lehren der Gründer der Kirchen von Bewegungen, wenn diese von der Heiligen Schrift abweichen, bzw. anzuerkennen, dass Gott Menschen mit und ohne geistlicher Ausbildung beruft, um den Dienst am Leibe Christi zu tun. ER selber, unser Herr Jesus, steuert dann die Dienste über Eph 4,11-16; und gibt denPlatz am Leib Christi (1Kor 12,18), das Maß des Glaubens (Röm 12,3), die persönliche Gnadengabe zum Dienen (1Petr 4,10), das Arbeitsfeld (2Kor 10,13) und die Bestätigung, d.h. Vollmacht (2Kor 10,18)
      3. Welche 5 Bücher haben dich am meisten im Glauben weitergebracht oder beeinflusst und warum? (neben der Bibel)
      Folgende 5 Bücher haben mich am meisten geprägt:
      a) Hudson Taylor, ein Mann von Gott gesandt (Biographie seiner Kinder)
      b) Die mich suchen/In der Arena von Isobel Kuhn (Biographie einer Missionarin der China Inland Mission im Lisu-Land (China)
      c) Die Taufgesinnten Gemeinden von Samuel Geiser (Kirchengeschichte)
      d) Wilhelm Busch “Plaudereien in meinem Studierzimmer” (Kurzbiographien)
      e) Louis Vogel “Mein Zeugnis” (Zeugnis eines bekehrten katholischen Priesters)
      4. Wo sind für dich Grenzen der Einheit unter “bekennenden” Christen (Wo fängt Irrlehre an und was sind Auslegungsspielräume)?
      Einheit und Gemeinschaft ist lt. 1Joh 1,7-9; zuerst ein Wirken Gottes am Herzen der Einzelnen, wenn diese “im Lichte wandeln” und im Blut Jesu gereinigt leben, dann kann Eph 4,1-3; verwirklicht werden und “Gemeinschaft” wird von Gott gewirkt. Irrlehre wird in er Bibel eindeutig benannt, bzw. die biblische Lehre ist so eindeutig und unzweifelhaft formuliert, dass man Abweichungen deutlich erkennen kann. Die Bibel sagt auch ganz klar, wo man sich trennen soll und wie die einzelnen Stufen bis hin zur letzten, Stufe nämlich der Gemeindezucht aussehen s.a. 2Kor 6,14-7,1; 1Kor 5 ganz; 1Tim 6,5; 2Thes 3,7-15; Viele Trennungen in der Praxis der Gemeinden sind nicht in Ordnung. Lt. 2Tim 2,24ff; muss ich auch Leute ertragen, die mir Ärger machen. Die Grenze beginnt dort, wo die Bibel Konsequenzen fordert (siehe vorige Bibelstellen)
      5. Was beschäftigt dich momentan persönlich am meisten?
      Die persönliche Nachfolge Jesu, die wichtiger ist, als alle Lehrstreitigkeiten und als alle Stilfragen, bzw. die “Hobbys” der einzelnen Richtungen und Denominationen, s.a. 1Tim 4,11-16; Lk 21,34-36;  und der Abfall der Christenheit und die Folgen: dass Gott die Gläubigen dahingibt (Zulassung der Islamisierung, des Einbruchs des antichristlichen Geistes, der Verweltlichung der Gemeinden, Dogmatisierung zu Lasten der Nachfolge Jesu usw) und dass so eine Situation herbeigeführt wird, die nur noch durch Läuterung, Gericht und Erziehung Gottes beseitigt werden kann (Verfolgung als reinigendes Feuer Gottes, Hinwegrücken von Leuchtern von Gemeinden als Gericht usw.)
      6. Was muss ein Mensch glauben um errettet zu werden? (Natürlich an Christus was muss der Inhalt sein)
      Die Bibel formuliert diese Frage, bzw. Forderung etwas genauer: “Tut Buße und glaubt”, Mk 1,15; Apg 26,18ff; usw. Lt. der Heiligen Schrift (Röm 3,25;) ist es der Glaube an die einzige Möglichkeit der Errettung durch Jesus Christus, d.h. Sein vollkommenes Opfer und Sein vergossenes Blut. Dieser von Gott gewirkte Glaube ist nur möglich, wenn der Betreffende dem Befehl Gottes gehorsam ist und lt. Apg 17,30; Buße tut, d.h. dem Wirken des Heiligen Geistes nachgibt, wie es Joh 16,7-14; beschreibt. Eine logische Folge dieser Haltung ist die völlige Sündenerkenntnis (Röm 3,20), dass man völlig verloren ist und nichts tun kann, sondern der Herr Jesus mich retten muss, aufgrund Seines vollkommenen Opfers und Blutvergiessens (Basis Hebr 9,11ff; Hebr 10,19ff). Wer dies in kindlichem Glauben annimmt, erlebt Eph 1,13f;
      7. Glauben Muslime an den gleichen Gott und haben nur ein falsches Gottesbild? (da es ja nur einen Schöpfer gibt und sie ja auch den meinen?)
      Der Koran lehrt u.a. in Sure 19,35(36) (Ausgabe von Max Henning) dass Allah keinen Sohn hat. Der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Gott der Bibel, hat aber einen einzigen, d.h. eingeborenen Sohn, der mit IHM wesensgleich ist (Phil 2,5ff;), nämlich unseren Herrn Jesus Christus. Damit ist die Frage beantwortet.
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      Interview 3 2010 Hans-Werner Deppe

      Posted by admin On Dezember - 9 - 2010

      Im heutigen Interview werden die alt bekannten Fragen an Hans-Werner Deppe, den Leiter des Betanien Verlags, gerichtet. Information zu seiner Person habe ich auf der CLV Seite gefunden:

      Hans-Werner Deppe, Jahrgang 1968, wuchs in einem streng katholischen Elternhaus auf. Nachdem er während seines Informatik-Studiums 1993 zum lebendigen Glauben an Jesus Christus gefunden hatte, fand er im Umfeld der Brüderbewegung seine gemeindliche Heimat. Als Bücherwurm mit großer Vorliebe fürs Bibelstudium betätigte er sich als Mitarbeiter für den CLV, u.a. als Übersetzer englischer Bücher. 1999-2000 absolvierte er ein Gemeindemitarbeiter-Programm bei Jean Gibson in San Leandro, Kalifornien, und gründete im Jahr 2000 den Betanien Verlag, den er bis heute leitet. Hans-Werner Deppe lebt mit seiner Frau Sigrid und seinen beiden Söhnen in Oerlinghausen bei Bielefeld. [Quelle:CLV]

      1. Was denkst du ist die größte Not der heutigen Kirche? (Antwort bitte in dem Bereich wo du Einsicht hast)

      Die Not resultierte in der Geschichte immer aus einer Abkehr von Gottes Wort – das ist die Bibel (das muss man heute ja ergänzen, um anderen Verständnissen vom “Wort Gottes” zu entgegnen). Heute zeigt sich diese Abkehr besonders in der Offenheit für Mystik, Wissenschaftgläubigkeit, Humanismus und oberflächlich-gleichgültigem Ökumenismus. Die massive Abkehr von gesunder Lehre führt zu einem zutiefst ungesundem Glauben und folglich auch zu einem rasanten moralischen Niedergang – der in der heutigen Gesellschaft natürlich den passenden Nährboden findet: Kurz: Die Anfeindungsmacht der Welt ist stark wie noch nie, und der Großteil der Christenheit ist aufgrund geistlicher Unterernähung so schwach wie noch nie diesem ausgeliefert.

      Bekannt, aber doch immer wieder besorgniserregend ist die Tatsache, dass die Verführung durch Machteliten im christlichen Gewand geschieht. Das war schon in der Frühzeit der Kirchengeschichte beim Katholizismus so, und auch im heutigen Evangelikalismus bildet sich immer mehr eine Machtelite des Abfalls.

      2. Was ist die Lösung dafür?

      Buße und Hinwendung zum Wort Gottes. “Naht euch Gott und er wird sich euch nahen” (Jak 4,8) ist kein Aufruf zu mystischer Gotteserfahrung, sondern der Bußruf an im Straucheln begriffene oder womöglich noch gar nicht bekehrte Christen. Das Wort Gottes muss in Klarheit verkündet werden: persönlich, in den Gemeinden, von den Verlagen, Bibelschulen, Verantwortungsträgern und auf alle mögliche Weise. Wir dürfen aber nicht zu stolze Großvisionen haben, sondern sollten auch damit rechnen, dass heute ein “Tag der kleinen Dinge” ist und uns über jede einzelne Bekehrung und vereinzeltes geistliches Interesse bei jungen Leuten etc. freuen.

      3. Welche 5 Bücher haben dich am meisten im Glauben weitergebracht oder beeinflusst und warum? (neben der Bibel)

      Das ist nicht so einfach zu sagen, da ich weder ein Bewertungssystem noch ganz klare Favoriten habe :-) Zu den mir wichtigsten Büchern zählen unter anderem Pink: “Die Souveränität Gottes”, Boice/Ryken: “Die Lehren der Gnade”, Kaiser: “Christus allein” und Pink: “Was ist rettender Glaube?” (obwohl es einige exegetische Schwächen enthält). Außerdem haben mich Kommentare über die Offenbarung von William Hendriksen (“More than Conquerors”) und Gregory Beale (aus der NIGTC-Serie) sehr gestärkt (die Offenbarung ist das Glaubensstärkungsbuch schlechthin). An Biografien möchte ich auf Spugeon hinweisen: seine Autobiografie “Alles zur Ehre Gottes” und von Iain Murray: “Spurgeon wie ihn keiner kennt.


      4. Wo sind für dich Grenzen der Einheit unter “bekennenden” Christen (Wo fängt Irrlehre an und was sind Auslegungsspielräume)?

      Da müsste man erstmal den Begriff “Einheit” klären. Ist die Einheit der Ortsgemeinde gemeint oder eine Einheit der Zusammenarbeit z.B. in der Mission oder beim Aufbau einer christlichen Schule? Alle wiedergeborenen Christen sind sowieso eine Einheit, und die nicht wiedergeborenen gehören nicht dazu. Das ist der wichtige Grundsatz. Zu den wirklich Gläubigen sollte man immer die Einheit suchen – außer bei Gemeindezucht -, also wenn Irrtümer, fehlende Erkenntnis und moralisches Versagen vorliegen, sich um Korrektur bemühen. In der Ortsgemeinde ist es wohl so, dass die Abkehr von Gottes Wort es begünstigt, dass Nicht-Wiedergeborene sich anschließen und die Gemeinde beeinflussen. Das ist ein Spaltungsfaktor. Ich denke, dass eine klare Verkündigung des ganzen Evangeliums (z.B. im Römerbrief ausführlich dargelegt) vom Kern ausgehend den Spreu vom Weizen trennen würde, weil das Evangelium den Unbekehrten und Irrlehrern gegen den Strich geht. Wenn man wirklich an der absoluten alleinigen Autoriät der Schrift und dem ganzen Evangelium festhält, müsste das zu einer auch praktischen Einheit genügen. Wenn z.B. jemand ein humanistisch beeinflusstes Evangelium vertritt oder eine mystisch geprägte Auffassung vom Reden Gottes hat, wird er bei dieser Einheit nicht dabei sein können. Schwierigere Auslegungsfragen wie z.B. nach der Kopfbedeckung der Frau oder den genauen Endzeitabläufen hindern diese Einheit hingegen nicht.

      Um auf die Frage genauer zurückzukommen: Das Wort Irrlehre müsste ebenfalls definiert werden. Man sollte es so verstehen, dass nicht jeder Irrtum eine Irrlehre ist, sondern nur das, was geistlich und heilsmäßig auf Irrwege führt – also ins Verderben oder auch in die Sektiererei. Die Schrift lehrt klar, wie wir mit Sektierern umgehen sollen, also mit solchen, die ihre speziellen Ansichten zum Kennzeichen einer neuen Gruppe machen und damit “missionieren”.

      5. Was beschäftigt dich momentan persönlich am meisten?

      Momentan bin ich an einem Buchprojekt beschäftigt, das ich aber noch nicht öffentlich nennen möchte. Außerdem die Übersetzung und Bearbeitung des Buches “The Temple and the Church’s Mission” von Gregory Beale.

      6. Was muss ein Mensch glauben um errettet zu werden? (Natürlich an Christus was muss der Inhalt sein)

      Kurz das, was Thomas in Johannes 20,28 bekannte: Jesus Christus ist “mein Herr und mein Gott”. Also Christus ist der Inhalt, aber es muss a) lehrmäßig der richtige Christus sein, nämlich der der Schrift (nicht z.B. der abgebildete des Katholizismus oder der Visionen und Träume von Mystikern und Charismatikern), der für Sünder am Kreuz gestorben und auferstanden ist (1Kor 15,3-4)  und b) muss persönlich geglaubt werden im Sinne von hoffen, vertrauen, lieben und (an) erkennen, dass man selbst ein ebensolcher Sünder ist und Christus Gott und durch seine Erlösungstat Herr über das eigene Leben ist. Da echter Glaube eine Gabe von Gott ist, ist es unausweichlich, dass ein zunächst elementarer Glaube heranreift und sich als echt erweist oder nicht.

      7. Glauben Muslime an den gleichen Gott und haben nur ein falsches Gottesbild? (da es ja nur einen Schöpfer gibt und sie ja auch den meinen?)

      Nein, sie glauben an einen Gott, der keinen Sohn hat. Sie glauben nicht an den Sohn.

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      Eigentlich gibt es über mich nicht viel zu sagen. Ich bin einfach ein Schaf das der Herr Jesus gefunden hat. Das wars von mir etwas wenig aber in anbetracht daran das es in diesem Blog um Jesus gehen soll schon viel zu viel. Wenn ihr mir was zu sagen habt hinterlasst entweder einen Kommentar oder meldet euch per twitter.

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