truth

Leben in der Wahrheit

Archive for the ‘Frage’ Category

How important is the Bible? – John Piper

Posted by admin On Mai - 22 - 2011

Unbezahlbar!

John Piper: “How Important is the Bible?” – Lausanne 2010 from Crossway on Vimeo.

John Piper speaks as part of the Global Executive Leadership Forum Breakfast at the Lausanne Conference, 2010.

How important is the Bible?

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Q&A mit Dr. Robert Charles Sproul

Posted by admin On März - 28 - 2011

Ich weiß nicht wie es euch geht aber ich profitiere immer ungemein von Q&A Times (Frage Antwort Stunden).

Habe die Fragen die bearbeitet werden herausgeschrieben, damit ihr keine Zeit verschwendet und gleich das sehen könnt was euch interessiert.

  • 1:20 Ist Hölle Trennung von Gott?
  • 3:10 Wie kann ich die Lehren der Gnade lernen ohne überheblich zu werden?
  • 4:45 Heißt reformiert zu sein nur die Lehren der Gnade anzunehmen?
  • 8:45 Warum ist Heiligung Synergistisch (Gott und Mensch arbeiten zusammen) wenn es Gott in uns ist der es wirkt?
  • 11:55 Sollen wir nur zu Gott dem Vater beten?
  • 13:55 Was heißt im Apostolischen Glaubensbekenntnis “hinabgestiegen in das Reich der Toten (die Hölle)”?
  • 21:55 Wenn unsere Sünden vergeben sind, wenn wir gerechtfertigt werden, warum müssen wir dann um Vergebung bitten?
  • 22:55 Hast du jemals wegen einer armianistischen Passage deine Theologie ernsthaft in Frage gestellt?
  • 25:35 Ist es eine Sünde jetzt in den Himmel zu wollen und für die Tage hier undankbar zu sein?
  • 28:25 Welche Bücher haben dich neben der Bibel am meisten geprägt?
  • 30:40 Tut Gott heute noch Wunder?
  • 36:35 Was möchtest du noch sehen oder tun bevor du Heim gerufen wirst?
  • 38:00 Welche Lektion aus deinem Leben würdest du einem angehenden Pastor mitgeben?
  • 40:50 Liebt Gott den Sünder und hasst die Sünde?

Ask R.C. Live (Feb. 17, 2011) from Ligonier on Vimeo.

The Ask R.C. Live sessions continued on February 17, 2011. Watch as Dr. R.C. Sproul answers such questions as, “Should we only pray to God the Father?”, “Has there ever been a time when an Arminian passage has caused you to question your theology?”, and “Since our sins are forgiven when one is justified, why must we continue to pray for forgiveness of sins?”

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Das Wort Ewig in der Bibel

Posted by admin On März - 23 - 2011

Ein Auszug aus dem Bibellexikon von bibelkommentare.de.

Es gibt drei hebräische Wörter, die mit „ewig” übersetzt werden:

1. ad – häufig übersetzt mit „für immer”, „auf ewig” und in Verbindung mit einem anderen Wort, olam „immer und ewig”. „Der Herr wird König sein immer und ewig” (2. Mo 15,18). „Der Herr ist König immer und ewig” (Ps 10,16); vgl. auch Ps 45,6; 48,14; 52,10; Micha 4,5). Ad wird auch übersetzt mit „dauerhaft”, „ewiger Vater”, „Vater der Ewigkeit” (Jes 9,6). Auch „der Hohe und Erhabene, der in Ewigkeit wohnt” (Jes 57,15).

2. olam – deutet „für immer andauernd”, „ohne Ende” an. Dieses Wort wird häufig übersetzt mit „für immer”, „ewiglich”: „Seine Güte währet ewiglich” (1. Chr 16,41) und „ewig”: der „ewige Gott” (1. Mo 21,33; Ps 90,2; 93,2; 103,17). „Ich will dich zum ewigen Stolz machen” (Jes 60,15).

3. quedem, „alt, vor alters”. „Deine Zuflucht ist der Gott der Urzeit” (5. Mo 33,27). „Bist du nicht von alters her?” (Hab 1,12). „Gott ist ja mein König von alters her” (Ps 74,12).

4. Im NT, αιδιος, „fortwährend” – kommt nur in Römer 1,20 vor „seine ewige Kraft als auch seine Göttlichkeit”; und in Judas 6 „mit ewigen Ketten verwahrt.”

5. αιων, „Zeitalter, Dauer, für immer”. Mit der Präposition „ewiglich” wird häufig übersetzt „in Ewigkeit” und – im Fall der Wiederholung – „von Ewigkeit zu Ewigkeit” (vgl. Joh 6,58); „der Christus bleibe in Ewigkeit” (Joh 12,34); „dem die Herrlichkeit sei von Ewigkeit zu Ewigkeit” (Gal 1,5); „nach seinem ewigen Vorsatz” (Eph 3,11). „Dem König der Zeitalter … sei Ehre und Herrlichkeit von Ewigkeit zu Ewigkeit!” (1. Tim 1,17). Dieses Wort wird auch häufig übersetzt mit „Welt”, oft wäre es jedoch passender, „Zeitalter” zu übersetzen, wie in Römer 12,2 „seid nicht gleichförmig diesem Zeitlauf”. „Von Ewigkeit zu Ewigkeit” kann auch übersetzt werden mit „in die Zeitalter der Zeitalter”, wobei die Bedeutung dieselbe bleiben würde.

6. αιωνιος, was „ewig andauernd” andeutet. Dieses Wort wird immer mit „ewig” übersetzt, ausgenommen in Römer 16,25 „ewige Zeiten” (andere übersetzen: „von Beginn der Welt an” oder „in den Zeiten der Zeitalter”). In 2. Timotheus 1,9 und Titus 1,2 heißt es „vor ewigen Zeiten” und in Philemon 15 „für immer”. Das Wort wird in Bezug auf Gott selbst, als dem ewigen Gott gebraucht (Rö 16,26) und in Bezug auf den Heiligen Geist als den ewigen Geist (vgl. Heb 9,14). Weitere Verwendungen sind in Bezug auf die Erlösung (Heb 9,12), das Erbe (Heb 9,15), die Errettung (Heb 5,9), die Herrlichkeit (1. Pet 5,10), das Leben (Joh 3,15.16.36). Andererseits wird das Wort auch gebraucht in Bezug auf das Gericht und die Strafe (Mt 25,46), Strafe für die Sünde (Mk 3,29), Verderben (2. Thes 1,9) und Feuer (Jud 7). Vergleiche auch Jesaja 33,14.

Die einzelnen Abschnitte zeigen, dass das gleiche Wort für die Existenz Gottes selbst, für das Heil und für die Segnungen der Geretteten verwendet wird. Ebenso aber auch für das Gericht der Bösen.

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Ehrman Project

Posted by admin On Januar - 30 - 2011

Ich möchte an dieser Stelle das Ehrman Project hinweisen auf das ich über Twitter entdeckt habe. Es geht um Antworten von den führenden Neutestament Forscher auf die Einwände gegen die Irrtumslosigkeit der Schrift von Dr. Bart Ehrman. Dieser Herr war auch mir vor diesem Projekt noch ein Unbekannter doch nach etwas recherche stellte sich herraus, dass er die in Europa verbreitetste Position hält. Es geht unteranderem um die Fragen nach dem Bösen und um die Zuverlässlichkeit der Bibel.

Hier eine kurze Zusammenfassung von Wikipedia:

Ehrman wurde als Kind zum Anhänger des strengreligiösen Evangelikalismus. Um sich intensiv mit dem Glauben auseinandersetzen zu können, studierte er die alten Sprachen der Bibel. Er erwarb Doktor und Master am Princeton Theological Seminary. Er ist heute Professor an der University of North Carolina at Chapel Hill.

Je mehr er sich mit der Bibel auseinandersetzte, um so mehr gewann er die Überzeugung, dass die Bibel nicht irrtumsfrei und von Gott offenbart sei, inspiriert bis in die einzelnen Worte hinein, wie er anfangs gedacht hatte; vielmehr sei die Bibel ein sehr menschliches Buch, mit allen Kennzeichen eines von Menschenhand geschaffenen Werkes: Diskrepanzen, Widersprüche, Irrtümer, und unterschiedliche Perspektiven von unterschiedlichen Autoren, die zu unterschiedlichen Zeiten aus unterschiedlichen Gründen für unterschiedliche Empfänger mit unterschiedlichen Bedürfnissen geschrieben haben. Ehrman trennte sich von seinen evangelikalen Ansichten, blieb aber zunächst noch Christ.

Entscheidend für seinen Abschied vom christlichen Glauben wurde Jahre später das Theodizeeproblem: Er stellte fest, dass er die Lehren des Glaubens nicht mehr mit den Tatsachen des Lebens in Einklang bringen konnte; insbesondere, dass er – angesichts all des Elends und all des Leidens in der Welt – nicht länger glauben konnte, dass es einen guten und allmächtigen Gott gebe, der sich aktiv um diese Welt kümmerte.[1]

Heute bezeichnet sich Ehrman als Agnostiker. Er verfolgte intensiv die These Walter Bauers, dass das Christentum stets in sich zerstritten gewesen sei.

Die Antworten der Wissenschaftler sind wirklich beeindruckend und jedem wärmstens ans Herz zu legen. Hier die Frage zum Problem des Bösen in der Welt.

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Warum werden nicht alle Menschen gerettet?

Posted by admin On Dezember - 30 - 2010

1 Tim 2,3-4 In dieser Weise zu beten ist gut und gefällt Gott, unserem Retter, denn er will, dass alle Menschen gerettet werden und dass sie die Wahrheit erkennen.

2. Petr 3,8-9 Eines freilich dürft ihr nicht vergessen, liebe Freunde: Für den Herrn ist ein Tag wie tausend Jahre, und tausend Jahre sind für ihn wie ein Tag. Es ist also keineswegs so, dass der Herr die Erfüllung seiner Zusage hinauszögert, wie einige denken. Was sie für ein Hinauszögern halten, ist in Wirklichkeit ein Ausdruck seiner Geduld mit euch. Denn er möchte nicht, dass irgendjemand verloren geht; er möchte vielmehr, dass alle ´zu ihm` umkehren.

Wenn Gott wie wir gerade gelesen haben will das alle Menschen gerettet werden und er nach Jes 46,10 seinen Plan immer zustande bringt und nur tut was ihm wohlgefällt, warum kommen dann Menschen in die Hölle? Hier zu ein kurzes Zitat von John Piper und ein Link zum Artikel für alle die es genauer wissen wollen.

Mein Beitrag war einfach zu zeigen, dass der Wille Gottes der  für alle Menschen will das sie gerettet werden nicht im Widerspruch zur Souveränität der Gnade Gottes in der Erwählung steht. Das ist meine Antwort zu der obigen Frage was Gottes Willen zurückhält alle Menschen zu retten nämlich sein vorrangige Hingabe das volle Spektrum seiner Herrlichkeit, durch die souveräne Demonstration seines Zorns und seiner Barmherzigkeit, für die Freude der Erwählten und Gläubigen Menschen von jedem Stamm, jeder Sprache und jeder Nation, hoch zu halten. – John Piper

Original Wortlaut: My contribution has simply been to show that God’s will for all people to be saved is not at odds with the sovereignty of God’s grace in election. That is, my answer to the above question about what restrains God’s will to save all people is his supreme commitment to uphold and display the full range of his glory through the sovereign demonstration of his wrath and mercy for the enjoyment of his elect and believing people from every tribe and tongue and nation.

Der Ganze Artikel:http://www.desiringgod.org/resource-library/articles/are-there-two-wills-in-god

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Interview 7 2010 Wolfgang Nestvogel

Posted by admin On Dezember - 24 - 2010

Zu Weihnachten kommt das siebende und wahrscheinlich letzte Interview. Danke an alle Leser und Unterstützer, euch und euren Familien wünsche ich ein gesegnetes Weihnachtsfest und daraus geschöpften neuen Mut unseren Herrn und Retter in der Welt zu bezeugen.

Geboren 1961 in Hannover; verheiratet, 2 Kinder

Studium der evangelischen Theologie in Krelingen, Göttingen und Tübingen. Pfarrer an evangelischen Kirchengemeinden in Borstel (Nienburg) und Osnabrück.

Promotion an der Theologischen Fakultät der Universität Nürnberg/Erlangen mit einer Arbeit über “Die Souveränität Gottes und die Verantwortung des Menschen als homiletische Aufgabe” (2000).

Dozent für Praktische Theologie an der Akademie für Reformatorische Theologie (ART) in Hannover (2001-2010), seit 2005 zusätzlich deren Rektor. Pastor der Bekennenden Evangelischen Gemeinde Hannover. (Mehr Information über seine Person und seinen Dienst gibt es auf  www.wolfgang-nestvogel.de)

1. Was denkst du ist die größte Not der heutigen Kirche? (Antwort bitte in dem Bereich wo du Einsicht hast)

Es kommt darauf an, was man unter „Kirche“ versteht. Wenn ich dabei an die von einer liberal-postmodernen Hierarchie dominierte Evangelische Volkskirche in Deutschland denke, ist deren größte Not der Ausfall lebendigen Glaubens an den auferstandenen Jesus.

Damit behaupte ich nicht, daß es innerhalb dieser Institution keine echten Christen mehr gäbe.  Leider aber sind viele Pastoren und Kirchenleiter im biblischen Sinne „ungläubig“, was seine Ursache in der Vorherrschaft der historisch-kritischenTheologie hat, die den Zugang zur Bibel nicht öffnet, sondern verschließt, mehr noch: zerstört.

Meinen wir mit „Kirche“ dagegen die Gemeinde Jesu Christi, von der unser Herr versprochen hat, daß selbst die Pforten der Hölle sie nicht überwinden werden (Mt. 16,18), dann gehört zu deren größten Nöten, daß sie seit Jahrzehnten an einem fortschreitenden theologisch-lehrmäßigen Substanzverlust leidet. Offenkundig unbiblische  Anschauungen, wie das Emerging-Church-Konzept oder die sog. „neue Paulus-Perspektive“ hätten in evangelikalen Kreisen niemals eine solche Akzeptanz finden können, wenn deren Urteilskraft nicht vorher schon durch das „Ausfransen“ der biblischen Lehre  unterminiert worden wäre.

2. Was ist die Lösung dafür?

    Auf keinen Fall eine konfessionalistische Engführung, wie sie zur Zeit an einigen Stellen popagiert wird. Weder an Calvins noch an Luthers Wesen wird die bibeltreue Bewegung genesen, so hilfreich diese Glaubensväter auch durch ihre theologische Arbeit für uns sein können. Nur die Bibel selbst hat aber die Kraft und Vollmacht, uns zurechtzubringen. Wir brauchen – wenn ich das so abgekürzt sagen darf – Exegese dringender als Kirchengeschichte. Luther hat deshalb vor allem anderen auf die efficacia scripturae gesetzt, auf die Wirkkraft und das Durchsetzungsvermögen der Schrift selbst. Sie müssen wir hören, auslegen und dann mit Leidenschaft predigen. Am Ende hängt alles an einer von Gott beglaubigten Predigt und diese wiederum an ihrer Treue zu Jesus und seinem Wort. Deshalb ist auch das Eintreten für die Irrtumslosigkeit der Bibel kein überflüssiger Luxus, sondern Dienst am Evangelium!

    3. Welche 5 Bücher haben dich am meisten im Glauben weitergebracht oder beeinflusst und warum? (neben der Bibel)

      So leicht lassen sich keine Top-Five von den vielen guten abheben, deshalb möchte ich die folgenden Titel eher exemplarisch verstanden wissen: Da ist Ian H. Murrays zweibändige Biographie über Martyn Lloyd-Jones (The First Forty Years, The Fight of Faith), die zeigt, daß der theologische Kampf für die Wahrheit viel Liebe, gute Freunde, und vor allem eine enge Verbindung zu Jesus braucht. Die Predigten von Wilhelm Busch haben mich als jungen Pastor inspiriert und angespornt, als ich meine ersten evangelistischen Gehversuche in einem liberalen volkskirchlichen Umfeld unternahm und mir gezeigt, was liebevolle Attacke auf den Unglauben bedeutet. Auch Spurgeons „Ratschläge für Prediger“ und John MacArthurs Bibelkommentare (gelesen unter dem Eindruck seiner via Cassetten aufgesogenen Predigten) haben Spuren hinterlassen. Für das persönliche Gebetsleben leisten Ole Hallesbys „Vom Beten“ und D.A. Carsons „Call to Spiritual Reformation. Priorities from Paul and His Prayers“ immer noch  unschätzbare Dienste.

      4. Wo sind für dich Grenzen der Einheit unter “bekennenden” Christen (Wo fängt Irrlehre an und was sind Auslegungsspielräume)?

      Das ist eine der berühmten 1000-Dollar-Fragen, bei denen man sich in der Kürze eines Interviews nur „in die Nesseln“ setzen kann. Die Grenze der Einheit wird nicht von uns gezogen, sondern von Jesus bestimmt (Johannes 17, vgl. Eph. 4) und ist für uns nicht immer sichtbar. Wer wirklich zu Jesus Christus gehört und durch ihn Gottes Kind geworden ist, gehört nun zur Familie. Dennoch kann man, das gibt’s auch im „wirklichen Leben“, nicht immer mit allen Verwandten gleichzeitig in ein und derselben Ortsgemeinde zusammenarbeiten. Ich habe viele Freunde und wunderbare Glaubensbrüder in anderen evangelischen Denominationen als meiner eigenen, die laden mich sogar zu Predigten und Vorträgen ein, auch wenn wir niemals auf Dauer in ein- und derselben Ortsgemeinde zusammenwirken könnten. Dennoch freuen wir uns auf jede Begegnung, beten mit- und füreinander und wissen uns durch den Herrn Jesus verbunden. Das nenne ich Einheit, auch wenn diese sichtbar erst im Himmel vollendet werden wird. Dazu habe ich viel bei Martyn Lloyd-Jones gelernt. Obwohl er für seine ausgewogene Erwählungslehre bekannt war und sich in mancher Hinsicht als „Reformierter“ verstand, ist er immer dafür eingetreten, auch „Arminianer“ als Brüder und geistliche Weggenossen anzuerkennen. (So wie auch Whitefield im 18. Jahrhundert nicht gezögert hat, Wesley als begnadeten Verkündiger anzusehen.) Obwohl Lloyd-Jones die Mündigentaufe lehrte, pflegte er enge Dienstgemeinschaft z.B. mit dem evangelikalen Anglikaner James I Packer. Eindeutig abgegrenzt hat Lloyd-Jones sich dagegen zu recht gegenüber dem Katholizismus, weil dort die Grundpfeiler der rettenden Evangeliums verrückt und verfälscht werden. Die schwierigste Verhältnisbestimmung ist immer wieder gegenüber den sog. „Charismatikern“ zu leisten. (Hier hätte auch Lloyd-Jones sich nach meiner Überzeugung noch kritischer positionieren sollen.) Einerseits gibt es auch unter denen persönlich aufrechte und einsatzbereite Jünger Jesu, andererseits verleitet der dort vorherrschende Denk-und Verkündigungsansatz nolens volens dazu, die Bindung an die Bibel und das Vertrauen in deren Genügsamkeit aufzuweichen. Dabei denke ich nicht nur an Radikalcharismatiker wie Benny Hinn, Reinhard Bonnke oder Todd Bentley, sondern auch an eher gemäßigte Vertreter wie Wolfram Kopfermann. Über deren Herzenshaltung zu urteilen, steht mir nicht zu. Aber von einer Kooperation mit ihren Institutionen und Glaubenswerken würde ich dringend abraten.

      5. Was beschäftigt dich momentan persönlich am meisten?

      Fragen Sie das lieber meine Frau. Die beschäftigt mich persönlich sicher am meisten…, und natürlich meine beiden Kinder: Lukas (der gerade ein geisteswissenschaftliches Studium in Göttingen begonnen hat) und Tabea (die sich auf der Zielgeraden des Abiturs befindet). Die drei sind mein persönlicher Mikrokosmos und Dauer-Intensiv-Gesprächskreis.

      Schon gut, nun zu dem, was Sie wahrscheinlich wissen wollten: Der regelmäßige Predigtdienst in unserer Bekennenden Evangelischen Gemeinde in Hannover (www.beg-hannover.de ), die Vorarbeiten zu einem Buch über die Grundlagen der evangelikalen Bewegung und der Aufbau eines bibeltreuen Fernstudiums für Theologie und Gemeindedienst. Ich danke Gott immer wieder, daß ich eine so spannende Arbeit tun darf.

      6. Was muss ein Mensch glauben, um errettet zu werden? (Natürlich an Christus was muss der Inhalt sein)

      Er muß über Jesus glauben (d.h. als wahr anerkennen), was erforderlich ist, um an Jesus als persönlichen Retter glauben zu können. Zu ersterem gehören die biblisch glasklar definierten essentials: daß Jesus Gottes Sohn ist, der in diese Welt kam, um als das sündlose Opferlamm stellvertretend jene Strafe auf sich zu nehmen, die ich für mein Sündersein verdient hätte und die mich auf ewig zu recht in die Hölle gebracht hätte. (Zu diesem Glaubensinhalt gehört übrigens auch die reale Jungfrauengeburt, da sie untrennbar mit dem Gottsein und der Sündlosigkeit Jesu verbunden ist.) Im stellvertretenden Sühnetod Jesu hat der heilige Gott selbst seinem Anspruch Genüge getan und in dessen Auferstehung hat er Sünde, Tod und Teufel wirksam besiegt. Dieses als wahr anzuerkennen, ist eine notwendige,  aber noch keine  hinreichende Bestimmung rettenden Glaubens. Dazu gehört dann auch, daß ich mich diesem von der Bibel offenbarten Jesus persönlich anvertraue, seine Vergebung vertrauensvoll ergreife und ihn als meinen persönlichen Herrn und Gott anbete (Joh 20,28).

      7. Glauben Muslime an den gleichen Gott und haben nur ein falsches Gottesbild? (da es ja nur einen Schöpfer gibt und sie ja auch den meinen?)

      Der Adressat, an den die Muslime ihre Gebete richten, hat mit dem lebendigen Gott der Bibel nichts zu tun. Er ist nicht nur anders als dieser, sondern dezidiert gegen ihn gerichtet. Der Adressat muslimischer Gebete hat keinen Sohn und bringt kein persönliches Opfer, um das Problem der Schuld zu lösen. Alles, was Jesus und sein Heilswerk ausmacht – seine Gottessohnschaft, Menschwerdung, sein stellvertretenden Tod und seine leibliche Auferstehung – wird vom Koran nicht nur nicht gelehrt, sondern vielmehr: abgelehnt, diffamiert und als mit dem Willen Allahs unvereinbar erklärt. Wer aber Jesus als Sohn Gottes verwirft, hat laut Bibel keine Chance zu Gott zu kommen. Also ist der Islam per definitionem gegen den christlichen Glauben ausgerichtet, weil er den einzigen wahren Heilsweg verwirft und vielmehr noch als Gotteslästerung diffamiert.

      Der Allah des Korans ist darum ein Gegengott zum heiligen Gott der Bibel, ein Götze, eine dämonische Macht, welche Millionen von Menschen in ihren Bann gezogen hat und den wahrhaftigen Gott der Bibel als Lügner denunziert. Daß dieser Götze sich mit einigen Eigenschaften und Taten (Schöpfung!) des wahren Gottes tarnt, macht ihn umso gefährlicher. Wer in Islam und Christentum ein- und denselben Gott am Werk sehen will, hat das Wesen des Islam letztlich nicht verstanden. Umso dringender unsere Aufgabe, auch Muslime mit Jesus bekanntzumachen und sie liebevoll mit seinem Evangelium zu konfrontieren.

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      Interview 6 2010 Wolfgang Rehner

      Posted by admin On Dezember - 17 - 2010

      Wolfgang Rehner ist Pfarrer der evangelischen Pfarrgemeinde Ramsau am Dachstein.

      1. Was denkst du ist die größte Not der heutigen Kirche? (Antwort bitte in dem Bereich wo du Einsicht hast)

      Die Kirchenmitglieder überschätzen, was sie alles selbst bestimmen können. Das ist nicht böse, es ist durchaus das allgemeine europäische Streben, alles selbst bestimmen zu können. Aber wir können Gott nicht bestimmen.

      2. Was ist die Lösung dafür?

      Gute Frage. Wenn ich wirklich die Lösung hätte, wäre ich der Mose des 21 Jahrhunderts. Ich meine, die Lösung beginnt dort, wo wir nicht sofort, nachdem wir ein Problem erkannt haben, Lösungen fordern, sondern wirklich sehen und hören lernen: Sehen und hören, wie das Problem bei den Menschen zustande kommt, sehen und hören auch auf Gottes Wort.

      3. Welche 5 Bücher haben dich am meisten im Glauben weitergebracht oder beeinflusst und warum? (neben der Bibel)

      Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna (Fynn) – wegen der tiefen Fragen und dem direkten Zugang zu Gott.

      Der wilde Mann (Richard Rohr) – wegen der Weisheit, die aus Gebet und Meditation von Bibelstellen in Zusammenschau mit dem Wissen unserer Zeit entspringt.

      Glaube und Denken (Karl Heim) – wegen der Zusammenschau der wissenschaftlichen Erkenntnis aus so unterschiedlichen Disziplinen.

      Die Wolke der Zeugen – Lebensbilder von großen Persönlichkeiten der Kirchengeschichte sind für mich wichtige Konkretion von Glaubenserkenntis, gleichzeitig wird klar: das reine Christsein gibt es nicht.

      Zeit mit Gott (Klaus Meyer zu Uptrup) – als Wegbegleiter im Gebetsleben.

      4. Wo sind für dich Grenzen der Einheit unter “bekennenden” Christen (Wo fängt Irrlehre an und was sind Auslegungsspielräume)?

      Grenzpunkte: Selbstverwirklichung, Absolutheitsanspruch der eigenen Erkenntnis, das Argument: dieses hat mir der Heilige Geist (im Gebet) eingegeben…

      5. Was beschäftigt dich momentan persönlich am meisten?

      Diese Frage zu stellen bei einem Interview für einen Internetblog ist unverantwortlich, wenn nicht gar manipulativ-sektiererisch.

      6. Was muss ein Mensch glauben um errettet zu werden? (Natürlich an Christus was muss der Inhalt sein)

      Ich bin überzeugt: er muss gar nichts. Denn die Erlösung geschieht nicht dadurch, dass der Mensch tut und macht und betet und bekennt und glaubt. Dann wäre der Mensch letztendlich der Erlöser und nicht Christus. Für die Erlösung notwendig ist die Offenheit des Menschen für die Tat und die Botschaft Jesus Christi. Und es ist notwendig, sich von der Botschaft und der Tat Jesu Christi mitnehmen zu lassen. Das ist dann ein schmerzhafter Weg, ein „schmaler Pfad“, ein Weg der Umkehr, aber sicher auch ein Weg der Freiheit und der Freude, weil die Bindungen in dieser Welt keine Fesseln mehr sind.

      7. Glauben Muslime an den gleichen Gott und haben nur ein falsches Gottesbild? (da es ja nur einen Schöpfer gibt und sie ja auch den meinen?)

      Es geht bei dieser Frage sicher nicht nur um Muslime. Wichtig ist die Feststellung, dass es nur einen Gott geben kann. Dann ist die Frage, ob man die Offenbarung Gottes in Jesus Christus annimmt und bekennt, oder sich auf Propheten aller Art verlässt. Wenn die Offenbarung Gottes in Jesus Christus abgestritten oder relativiert wird, kann man nicht gemeinsam bekennen und auch nicht Gemeinschaft im Gebet haben. Dialog, gegenseitiger Respekt, bekennen eigener Verfehlungen im Umgang miteinander sind dennoch notwendig, gemeinsame Ziele sind möglich.

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      Interview 5 2010 Michael Bünker

      Posted by admin On Dezember - 14 - 2010

      http://images.derstandard.at/t/12/20080130/buenker_300x260.jpg

      Nach der Volksschule in Radenthein und dem Gymnasium in Villach studierte Bünker Evangelische Theologie an der Universität Wien. 1981 promovierte er bei Kurt Niederwimmer im Fach Neues Testament zum Thema „Briefformular und rhetorische Disposition im 1. Korintherbrief“.

      Er war Vikar in der Weinbergkirche in Wien-Döbling, anschließend Inhaber der zweiten Pfarrstelle in der Evangelischen Kirche Floridsdorf. 1991 wurde er mit der Leitung der Evangelischen Religionspädagogischen Akademie (ERPA) betraut. Im Jahr 1999 wurde er zum Oberkirchenrat gewählt. Seit 2003 ist er als Honorarprofessor Lehrbeauftragter an der Evangelischen Fakultät der Universität Wien. 2006 erfolgte die Bestellung zum Generalsekretär der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE). Bünker wurde 2007 zum Nachfolger von Herwig Sturm als Bischof von Österreich gewählt, dessen Amt er am 1. Jänner 2008 übernahm. Die feierliche Amtseinführung erfolgte am 27. Jänner 2008. [http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_B%C3%BCnker]

      1.Was denkst du ist die größte Not der heutigen Kirche? (Antwort bitte in dem Bereich wo du Einsicht hast)
      Unter den verschiedenen Nöten der heutigen Kirche beschäftigt mich die Frage, wie es Christen und Christinnen besser gelingen kann, sprachfähig über ihren Glauben zu werden. Es kommt darauf an, sagen zu können, was man glaubt, und dann zu tun, was man sagt. Sprachfähigkeit des Glaubens heißt auch, mit dem säkulargeprägten Menschen so ins Gespräch zu kommen, dass eine Kommunikation des Evangeliums stattfinden kann.
      2. Was ist die Lösung dafür?
      Ich bin davon überzeugt, dass es mehr an sogenannten Glaubenskursen braucht, in denen Christen und Christinnen lernen, miteinander und mit anderen über Inhalte des Glaubens ins Gespräch zu kommen.
      3. Welche 5 Bücher haben dich am meisten im Glauben weitergebracht oder beeinflusst und warum? (neben der Bibel)
      Besonders beeinflusst haben mich die Schriften Martin Luthers, Paul Drillichs und Dietrich Bonhoeffers. Aber auch aus dem Bereich der Literatur habe ich viel für meinen Glauben gelernt, ich nenne Herta Müllers Buch “Die Atemschaukel” und die Gedichte von Ingeborg Bachmann.
      4. Wo sind für dich Grenzen der Einheit unter “bekennenden” Christen (Wo fängt Irrlehre an und was sind Auslegungsspielräume)?
      Das Augsburger Bekenntnis hält fest, dass zur wahren Einigkeit der Kirche (und das schließt die Einheit bekennender Christen ein) die Rechte Verkündigung des Evangeliums und die stiftungsgemäße Feier der Sakramente genügt. Durch das Evangelium in Wort und Sakrament weckt Gott den Glauben bei den einzelnen Menschen und wird die Kirche als “Gemeinschaft der Heiligen”, wie es im Glaubensbekenntnis heißt begründet.
      5. Was beschäftigt dich momentan persönlich am meisten?
      Mit großer Sorge sehe ich, dass durch Entwicklungen, die vor allem von der wirtschaftlichen Situation ausgehen, die Menschen zunehmend nebeneinander, ja sogar gegeneinander gestellt werden. Die  Armutsgefährdung zu, die Ablehnung von Fremden ebenfalls. Es beschäftigt mich, wie Kirche und einzelne Christen glaubwürdig die Botschaft der Versöhnung in dieser Welt leben können.
      6. Was muss ein Mensch glauben um errettet zu werden? (Natürlich an Christus was muss der Inhalt sein)
      Nach evangelischem Verständnis ist die Rechtfertigungsbotschaft der Kern des Evangeliums. Dass Gott mich sündigen Menschen durch Jesus Christus ihm recht macht, begründet das feste Vertrauen auf die gnädige Zuwendung Gottes, die Einsicht in die eigenen Sündenverfallenheit und das Vertrauen darauf, dass mit Hilfe des Hl. Geistes ein glaubwürdiges Zeugnis und ein hingebungsvoller Dienst an der Welt möglich ist.
      7. Glauben Muslime an den gleichen Gott und haben nur ein falsches Gottesbild? (da es ja nur einen Schöpfer gibt und sie ja auch den meinen?)
      Der Islam lehnt die christliche Lehre vom dreieinigen Gott ab. Gleichzeitig bezieht er sich auf die jüdischen und christlichen Wurzeln im Gottesverständnis. Es ist ein anderes Gottesbild, das Muslime vertreten. Deshalb sind gemeinsame Gebete zwischen Christen und Muslimen nicht möglich.
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      Interview 4 2010 Karl-Hermann Kauffmann

      Posted by admin On Dezember - 12 - 2010

      Karl-Hermann Kauffmann Jahrgang 1951 in Tailfingen (Albstadt)

      -verheiratet mit Beate geb. Boß (seit 1974) -drei Kinder (Alter 32,27,22) -Ausbildung: Bankfachwirt -Arbeitgeber: Landesbank Baden Württemberg, seit 1.1.2009 im Vorruhestand -bürgerlich aufgewachsen (Bäckerei in einer schwäbischen Kleinstadt) -evangelisch erzogen -1974 Bekehrung zu Jesus Christus -Mitarbeiter im CVJM Albstadt -seit 1986 Ältester (Mitverantwortlicher) einer Freien Brüdergemeinde -seit 1995 Teamleiter der Revision der Schlachter-Bibel – Revision wurde 2003 abgeschlossen -2007 Herausgabe einer Biographie von Franz Eugen Schlachter -2009 Herausgabe einer Biographe von Ira D. Sankey auf deutsch [http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:KHKauffmann]

      1.Was denkst du ist die größte Not der heutigen Kirche? (Antwort bitte in dem Bereich wo du Einsicht hast)
      Bevor ich die Frage beantworte muss das Wort “Kirche” definiert werden. Ich werde einfach zwischen “Kirche” im Sinne der Institution und “Gemeinde” im Sinne einer freien Organisation, bzw. noch besser, dem unsichtbaren Leib Jesu Christi, unterscheiden:
      a) die größte Not der Kirche ist, dass sie sich bereits kurz nach ihren Anfängen nicht auf die Heilige Schrift allein stützte, sondern zusätzlich auf Bekenntnisse und Erfahrungen. Dies führt zu Verirrungen und Abfall. Ich denke hier vor allem an die Lehre von Sakramenten, Kindertaufe, Abhängigkeiten von Lehren ihrer Führer mit all deren Irrtümern usw. Man denke nur an das Drama der Reformatoren in deren Haltungzu der gesunden Täufernbewegung und deren Führern (Menno Simons, Michael Sattler, Felix Manz, Balthasar Hubmayer, Konrad Grebel, Georg Blaurock, usw.), was dann zu Mord und Verfolgung geführt hat -sowohl von protestantischer wie auch von katholischer Seite
      b) Gemeinden haben die Not, dass sie oft nicht den Mut haben 1Kor 4,6; zu beachten, d.h. nicht über das Geschriebene hinauszudenken. Praktisch bedeutet dies, alles abzulehnen, was die Bibel nicht in der praktischen Anweisung für die neutestamentliche Gemeinde aufzeigt (Apg 2,42, Lehrbriefe usw). Dies nicht zu tun, führt wiederum zu Abfall und Verirrungen, vor allem aber zum Einbruch menschlicher Lehrenund Praktiken, die die Heilige Schrift entweder ablehnt oder nicht kennt
      c) so gut wie alle Denominationen haben die Not, dass sie sich auf menschliche Schienen begeben haben und die göttliche Berufung von Menschen, die Gott zum Dienst aussondert nicht anerkennen, sondern sich auf wissenschaftliche oder Bibelschul-Ausbildungen verlassen. Dies ist der Geist dieser Welt, der 1Kor 1,26ff; zuwider handelt und dann ebenfalls zu Verirrungen führt.
      2. Was ist die Lösung dafür?
      Die Lösung ist die einfache Rückkehr zum biblischenBefund und eine Verwerfung der Tradition und auch der Lehren der Gründer der Kirchen von Bewegungen, wenn diese von der Heiligen Schrift abweichen, bzw. anzuerkennen, dass Gott Menschen mit und ohne geistlicher Ausbildung beruft, um den Dienst am Leibe Christi zu tun. ER selber, unser Herr Jesus, steuert dann die Dienste über Eph 4,11-16; und gibt denPlatz am Leib Christi (1Kor 12,18), das Maß des Glaubens (Röm 12,3), die persönliche Gnadengabe zum Dienen (1Petr 4,10), das Arbeitsfeld (2Kor 10,13) und die Bestätigung, d.h. Vollmacht (2Kor 10,18)
      3. Welche 5 Bücher haben dich am meisten im Glauben weitergebracht oder beeinflusst und warum? (neben der Bibel)
      Folgende 5 Bücher haben mich am meisten geprägt:
      a) Hudson Taylor, ein Mann von Gott gesandt (Biographie seiner Kinder)
      b) Die mich suchen/In der Arena von Isobel Kuhn (Biographie einer Missionarin der China Inland Mission im Lisu-Land (China)
      c) Die Taufgesinnten Gemeinden von Samuel Geiser (Kirchengeschichte)
      d) Wilhelm Busch “Plaudereien in meinem Studierzimmer” (Kurzbiographien)
      e) Louis Vogel “Mein Zeugnis” (Zeugnis eines bekehrten katholischen Priesters)
      4. Wo sind für dich Grenzen der Einheit unter “bekennenden” Christen (Wo fängt Irrlehre an und was sind Auslegungsspielräume)?
      Einheit und Gemeinschaft ist lt. 1Joh 1,7-9; zuerst ein Wirken Gottes am Herzen der Einzelnen, wenn diese “im Lichte wandeln” und im Blut Jesu gereinigt leben, dann kann Eph 4,1-3; verwirklicht werden und “Gemeinschaft” wird von Gott gewirkt. Irrlehre wird in er Bibel eindeutig benannt, bzw. die biblische Lehre ist so eindeutig und unzweifelhaft formuliert, dass man Abweichungen deutlich erkennen kann. Die Bibel sagt auch ganz klar, wo man sich trennen soll und wie die einzelnen Stufen bis hin zur letzten, Stufe nämlich der Gemeindezucht aussehen s.a. 2Kor 6,14-7,1; 1Kor 5 ganz; 1Tim 6,5; 2Thes 3,7-15; Viele Trennungen in der Praxis der Gemeinden sind nicht in Ordnung. Lt. 2Tim 2,24ff; muss ich auch Leute ertragen, die mir Ärger machen. Die Grenze beginnt dort, wo die Bibel Konsequenzen fordert (siehe vorige Bibelstellen)
      5. Was beschäftigt dich momentan persönlich am meisten?
      Die persönliche Nachfolge Jesu, die wichtiger ist, als alle Lehrstreitigkeiten und als alle Stilfragen, bzw. die “Hobbys” der einzelnen Richtungen und Denominationen, s.a. 1Tim 4,11-16; Lk 21,34-36;  und der Abfall der Christenheit und die Folgen: dass Gott die Gläubigen dahingibt (Zulassung der Islamisierung, des Einbruchs des antichristlichen Geistes, der Verweltlichung der Gemeinden, Dogmatisierung zu Lasten der Nachfolge Jesu usw) und dass so eine Situation herbeigeführt wird, die nur noch durch Läuterung, Gericht und Erziehung Gottes beseitigt werden kann (Verfolgung als reinigendes Feuer Gottes, Hinwegrücken von Leuchtern von Gemeinden als Gericht usw.)
      6. Was muss ein Mensch glauben um errettet zu werden? (Natürlich an Christus was muss der Inhalt sein)
      Die Bibel formuliert diese Frage, bzw. Forderung etwas genauer: “Tut Buße und glaubt”, Mk 1,15; Apg 26,18ff; usw. Lt. der Heiligen Schrift (Röm 3,25;) ist es der Glaube an die einzige Möglichkeit der Errettung durch Jesus Christus, d.h. Sein vollkommenes Opfer und Sein vergossenes Blut. Dieser von Gott gewirkte Glaube ist nur möglich, wenn der Betreffende dem Befehl Gottes gehorsam ist und lt. Apg 17,30; Buße tut, d.h. dem Wirken des Heiligen Geistes nachgibt, wie es Joh 16,7-14; beschreibt. Eine logische Folge dieser Haltung ist die völlige Sündenerkenntnis (Röm 3,20), dass man völlig verloren ist und nichts tun kann, sondern der Herr Jesus mich retten muss, aufgrund Seines vollkommenen Opfers und Blutvergiessens (Basis Hebr 9,11ff; Hebr 10,19ff). Wer dies in kindlichem Glauben annimmt, erlebt Eph 1,13f;
      7. Glauben Muslime an den gleichen Gott und haben nur ein falsches Gottesbild? (da es ja nur einen Schöpfer gibt und sie ja auch den meinen?)
      Der Koran lehrt u.a. in Sure 19,35(36) (Ausgabe von Max Henning) dass Allah keinen Sohn hat. Der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Gott der Bibel, hat aber einen einzigen, d.h. eingeborenen Sohn, der mit IHM wesensgleich ist (Phil 2,5ff;), nämlich unseren Herrn Jesus Christus. Damit ist die Frage beantwortet.
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      Interview 3 2010 Hans-Werner Deppe

      Posted by admin On Dezember - 9 - 2010

      Im heutigen Interview werden die alt bekannten Fragen an Hans-Werner Deppe, den Leiter des Betanien Verlags, gerichtet. Information zu seiner Person habe ich auf der CLV Seite gefunden:

      Hans-Werner Deppe, Jahrgang 1968, wuchs in einem streng katholischen Elternhaus auf. Nachdem er während seines Informatik-Studiums 1993 zum lebendigen Glauben an Jesus Christus gefunden hatte, fand er im Umfeld der Brüderbewegung seine gemeindliche Heimat. Als Bücherwurm mit großer Vorliebe fürs Bibelstudium betätigte er sich als Mitarbeiter für den CLV, u.a. als Übersetzer englischer Bücher. 1999-2000 absolvierte er ein Gemeindemitarbeiter-Programm bei Jean Gibson in San Leandro, Kalifornien, und gründete im Jahr 2000 den Betanien Verlag, den er bis heute leitet. Hans-Werner Deppe lebt mit seiner Frau Sigrid und seinen beiden Söhnen in Oerlinghausen bei Bielefeld. [Quelle:CLV]

      1. Was denkst du ist die größte Not der heutigen Kirche? (Antwort bitte in dem Bereich wo du Einsicht hast)

      Die Not resultierte in der Geschichte immer aus einer Abkehr von Gottes Wort – das ist die Bibel (das muss man heute ja ergänzen, um anderen Verständnissen vom “Wort Gottes” zu entgegnen). Heute zeigt sich diese Abkehr besonders in der Offenheit für Mystik, Wissenschaftgläubigkeit, Humanismus und oberflächlich-gleichgültigem Ökumenismus. Die massive Abkehr von gesunder Lehre führt zu einem zutiefst ungesundem Glauben und folglich auch zu einem rasanten moralischen Niedergang – der in der heutigen Gesellschaft natürlich den passenden Nährboden findet: Kurz: Die Anfeindungsmacht der Welt ist stark wie noch nie, und der Großteil der Christenheit ist aufgrund geistlicher Unterernähung so schwach wie noch nie diesem ausgeliefert.

      Bekannt, aber doch immer wieder besorgniserregend ist die Tatsache, dass die Verführung durch Machteliten im christlichen Gewand geschieht. Das war schon in der Frühzeit der Kirchengeschichte beim Katholizismus so, und auch im heutigen Evangelikalismus bildet sich immer mehr eine Machtelite des Abfalls.

      2. Was ist die Lösung dafür?

      Buße und Hinwendung zum Wort Gottes. “Naht euch Gott und er wird sich euch nahen” (Jak 4,8) ist kein Aufruf zu mystischer Gotteserfahrung, sondern der Bußruf an im Straucheln begriffene oder womöglich noch gar nicht bekehrte Christen. Das Wort Gottes muss in Klarheit verkündet werden: persönlich, in den Gemeinden, von den Verlagen, Bibelschulen, Verantwortungsträgern und auf alle mögliche Weise. Wir dürfen aber nicht zu stolze Großvisionen haben, sondern sollten auch damit rechnen, dass heute ein “Tag der kleinen Dinge” ist und uns über jede einzelne Bekehrung und vereinzeltes geistliches Interesse bei jungen Leuten etc. freuen.

      3. Welche 5 Bücher haben dich am meisten im Glauben weitergebracht oder beeinflusst und warum? (neben der Bibel)

      Das ist nicht so einfach zu sagen, da ich weder ein Bewertungssystem noch ganz klare Favoriten habe :-) Zu den mir wichtigsten Büchern zählen unter anderem Pink: “Die Souveränität Gottes”, Boice/Ryken: “Die Lehren der Gnade”, Kaiser: “Christus allein” und Pink: “Was ist rettender Glaube?” (obwohl es einige exegetische Schwächen enthält). Außerdem haben mich Kommentare über die Offenbarung von William Hendriksen (“More than Conquerors”) und Gregory Beale (aus der NIGTC-Serie) sehr gestärkt (die Offenbarung ist das Glaubensstärkungsbuch schlechthin). An Biografien möchte ich auf Spugeon hinweisen: seine Autobiografie “Alles zur Ehre Gottes” und von Iain Murray: “Spurgeon wie ihn keiner kennt.


      4. Wo sind für dich Grenzen der Einheit unter “bekennenden” Christen (Wo fängt Irrlehre an und was sind Auslegungsspielräume)?

      Da müsste man erstmal den Begriff “Einheit” klären. Ist die Einheit der Ortsgemeinde gemeint oder eine Einheit der Zusammenarbeit z.B. in der Mission oder beim Aufbau einer christlichen Schule? Alle wiedergeborenen Christen sind sowieso eine Einheit, und die nicht wiedergeborenen gehören nicht dazu. Das ist der wichtige Grundsatz. Zu den wirklich Gläubigen sollte man immer die Einheit suchen – außer bei Gemeindezucht -, also wenn Irrtümer, fehlende Erkenntnis und moralisches Versagen vorliegen, sich um Korrektur bemühen. In der Ortsgemeinde ist es wohl so, dass die Abkehr von Gottes Wort es begünstigt, dass Nicht-Wiedergeborene sich anschließen und die Gemeinde beeinflussen. Das ist ein Spaltungsfaktor. Ich denke, dass eine klare Verkündigung des ganzen Evangeliums (z.B. im Römerbrief ausführlich dargelegt) vom Kern ausgehend den Spreu vom Weizen trennen würde, weil das Evangelium den Unbekehrten und Irrlehrern gegen den Strich geht. Wenn man wirklich an der absoluten alleinigen Autoriät der Schrift und dem ganzen Evangelium festhält, müsste das zu einer auch praktischen Einheit genügen. Wenn z.B. jemand ein humanistisch beeinflusstes Evangelium vertritt oder eine mystisch geprägte Auffassung vom Reden Gottes hat, wird er bei dieser Einheit nicht dabei sein können. Schwierigere Auslegungsfragen wie z.B. nach der Kopfbedeckung der Frau oder den genauen Endzeitabläufen hindern diese Einheit hingegen nicht.

      Um auf die Frage genauer zurückzukommen: Das Wort Irrlehre müsste ebenfalls definiert werden. Man sollte es so verstehen, dass nicht jeder Irrtum eine Irrlehre ist, sondern nur das, was geistlich und heilsmäßig auf Irrwege führt – also ins Verderben oder auch in die Sektiererei. Die Schrift lehrt klar, wie wir mit Sektierern umgehen sollen, also mit solchen, die ihre speziellen Ansichten zum Kennzeichen einer neuen Gruppe machen und damit “missionieren”.

      5. Was beschäftigt dich momentan persönlich am meisten?

      Momentan bin ich an einem Buchprojekt beschäftigt, das ich aber noch nicht öffentlich nennen möchte. Außerdem die Übersetzung und Bearbeitung des Buches “The Temple and the Church’s Mission” von Gregory Beale.

      6. Was muss ein Mensch glauben um errettet zu werden? (Natürlich an Christus was muss der Inhalt sein)

      Kurz das, was Thomas in Johannes 20,28 bekannte: Jesus Christus ist “mein Herr und mein Gott”. Also Christus ist der Inhalt, aber es muss a) lehrmäßig der richtige Christus sein, nämlich der der Schrift (nicht z.B. der abgebildete des Katholizismus oder der Visionen und Träume von Mystikern und Charismatikern), der für Sünder am Kreuz gestorben und auferstanden ist (1Kor 15,3-4)  und b) muss persönlich geglaubt werden im Sinne von hoffen, vertrauen, lieben und (an) erkennen, dass man selbst ein ebensolcher Sünder ist und Christus Gott und durch seine Erlösungstat Herr über das eigene Leben ist. Da echter Glaube eine Gabe von Gott ist, ist es unausweichlich, dass ein zunächst elementarer Glaube heranreift und sich als echt erweist oder nicht.

      7. Glauben Muslime an den gleichen Gott und haben nur ein falsches Gottesbild? (da es ja nur einen Schöpfer gibt und sie ja auch den meinen?)

      Nein, sie glauben an einen Gott, der keinen Sohn hat. Sie glauben nicht an den Sohn.

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      Eigentlich gibt es über mich nicht viel zu sagen. Ich bin einfach ein Schaf das der Herr Jesus gefunden hat. Das wars von mir etwas wenig aber in anbetracht daran das es in diesem Blog um Jesus gehen soll schon viel zu viel. Wenn ihr mir was zu sagen habt hinterlasst entweder einen Kommentar oder meldet euch per twitter.

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