Karl-Hermann Kauffmann Jahrgang 1951 in Tailfingen (Albstadt)
-verheiratet mit Beate geb. Boß (seit 1974) -drei Kinder (Alter 32,27,22) -Ausbildung: Bankfachwirt -Arbeitgeber: Landesbank Baden Württemberg, seit 1.1.2009 im Vorruhestand -bürgerlich aufgewachsen (Bäckerei in einer schwäbischen Kleinstadt) -evangelisch erzogen -1974 Bekehrung zu Jesus Christus -Mitarbeiter im CVJM Albstadt -seit 1986 Ältester (Mitverantwortlicher) einer Freien Brüdergemeinde -seit 1995 Teamleiter der Revision der Schlachter-Bibel – Revision wurde 2003 abgeschlossen -2007 Herausgabe einer Biographie von Franz Eugen Schlachter -2009 Herausgabe einer Biographe von Ira D. Sankey auf deutsch [http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:KHKauffmann]
1.Was denkst du ist die größte Not der heutigen Kirche? (Antwort bitte in dem Bereich wo du Einsicht hast)
Bevor ich die Frage beantworte muss das Wort “Kirche” definiert werden. Ich werde einfach zwischen “Kirche” im Sinne der Institution und “Gemeinde” im Sinne einer freien Organisation, bzw. noch besser, dem unsichtbaren Leib Jesu Christi, unterscheiden:
a) die größte Not der Kirche ist, dass sie sich bereits kurz nach ihren Anfängen nicht auf die Heilige Schrift allein stützte, sondern zusätzlich auf Bekenntnisse und Erfahrungen. Dies führt zu Verirrungen und Abfall. Ich denke hier vor allem an die Lehre von Sakramenten, Kindertaufe, Abhängigkeiten von Lehren ihrer Führer mit all deren Irrtümern usw. Man denke nur an das Drama der Reformatoren in deren Haltungzu der gesunden Täufernbewegung und deren Führern (Menno Simons, Michael Sattler, Felix Manz, Balthasar Hubmayer, Konrad Grebel, Georg Blaurock, usw.), was dann zu Mord und Verfolgung geführt hat -sowohl von protestantischer wie auch von katholischer Seite
b) Gemeinden haben die Not, dass sie oft nicht den Mut haben 1Kor 4,6; zu beachten, d.h. nicht über das Geschriebene hinauszudenken. Praktisch bedeutet dies, alles abzulehnen, was die Bibel nicht in der praktischen Anweisung für die neutestamentliche Gemeinde aufzeigt (Apg 2,42, Lehrbriefe usw). Dies nicht zu tun, führt wiederum zu Abfall und Verirrungen, vor allem aber zum Einbruch menschlicher Lehrenund Praktiken, die die Heilige Schrift entweder ablehnt oder nicht kennt
c) so gut wie alle Denominationen haben die Not, dass sie sich auf menschliche Schienen begeben haben und die göttliche Berufung von Menschen, die Gott zum Dienst aussondert nicht anerkennen, sondern sich auf wissenschaftliche oder Bibelschul-Ausbildungen verlassen. Dies ist der Geist dieser Welt, der 1Kor 1,26ff; zuwider handelt und dann ebenfalls zu Verirrungen führt.
2. Was ist die Lösung dafür?
Die Lösung ist die einfache Rückkehr zum biblischenBefund und eine Verwerfung der Tradition und auch der Lehren der Gründer der Kirchen von Bewegungen, wenn diese von der Heiligen Schrift abweichen, bzw. anzuerkennen, dass Gott Menschen mit und ohne geistlicher Ausbildung beruft, um den Dienst am Leibe Christi zu tun. ER selber, unser Herr Jesus, steuert dann die Dienste über Eph 4,11-16; und gibt denPlatz am Leib Christi (1Kor 12,18), das Maß des Glaubens (Röm 12,3), die persönliche Gnadengabe zum Dienen (1Petr 4,10), das Arbeitsfeld (2Kor 10,13) und die Bestätigung, d.h. Vollmacht (2Kor 10,18)
3. Welche 5 Bücher haben dich am meisten im Glauben weitergebracht oder beeinflusst und warum? (neben der Bibel)
Folgende 5 Bücher haben mich am meisten geprägt:
a) Hudson Taylor, ein Mann von Gott gesandt (Biographie seiner Kinder)
b) Die mich suchen/In der Arena von Isobel Kuhn (Biographie einer Missionarin der China Inland Mission im Lisu-Land (China)
c) Die Taufgesinnten Gemeinden von Samuel Geiser (Kirchengeschichte)
d) Wilhelm Busch “Plaudereien in meinem Studierzimmer” (Kurzbiographien)
e) Louis Vogel “Mein Zeugnis” (Zeugnis eines bekehrten katholischen Priesters)
4. Wo sind für dich Grenzen der Einheit unter “bekennenden” Christen (Wo fängt Irrlehre an und was sind Auslegungsspielräume)?
Einheit und Gemeinschaft ist lt. 1Joh 1,7-9; zuerst ein Wirken Gottes am Herzen der Einzelnen, wenn diese “im Lichte wandeln” und im Blut Jesu gereinigt leben, dann kann Eph 4,1-3; verwirklicht werden und “Gemeinschaft” wird von Gott gewirkt. Irrlehre wird in er Bibel eindeutig benannt, bzw. die biblische Lehre ist so eindeutig und unzweifelhaft formuliert, dass man Abweichungen deutlich erkennen kann. Die Bibel sagt auch ganz klar, wo man sich trennen soll und wie die einzelnen Stufen bis hin zur letzten, Stufe nämlich der Gemeindezucht aussehen s.a. 2Kor 6,14-7,1; 1Kor 5 ganz; 1Tim 6,5; 2Thes 3,7-15; Viele Trennungen in der Praxis der Gemeinden sind nicht in Ordnung. Lt. 2Tim 2,24ff; muss ich auch Leute ertragen, die mir Ärger machen. Die Grenze beginnt dort, wo die Bibel Konsequenzen fordert (siehe vorige Bibelstellen)
5. Was beschäftigt dich momentan persönlich am meisten?
Die persönliche Nachfolge Jesu, die wichtiger ist, als alle Lehrstreitigkeiten und als alle Stilfragen, bzw. die “Hobbys” der einzelnen Richtungen und Denominationen, s.a. 1Tim 4,11-16; Lk 21,34-36; und der Abfall der Christenheit und die Folgen: dass Gott die Gläubigen dahingibt (Zulassung der Islamisierung, des Einbruchs des antichristlichen Geistes, der Verweltlichung der Gemeinden, Dogmatisierung zu Lasten der Nachfolge Jesu usw) und dass so eine Situation herbeigeführt wird, die nur noch durch Läuterung, Gericht und Erziehung Gottes beseitigt werden kann (Verfolgung als reinigendes Feuer Gottes, Hinwegrücken von Leuchtern von Gemeinden als Gericht usw.)
6. Was muss ein Mensch glauben um errettet zu werden? (Natürlich an Christus was muss der Inhalt sein)
Die Bibel formuliert diese Frage, bzw. Forderung etwas genauer: “Tut Buße und glaubt”, Mk 1,15; Apg 26,18ff; usw. Lt. der Heiligen Schrift (Röm 3,25;) ist es der Glaube an die einzige Möglichkeit der Errettung durch Jesus Christus, d.h. Sein vollkommenes Opfer und Sein vergossenes Blut. Dieser von Gott gewirkte Glaube ist nur möglich, wenn der Betreffende dem Befehl Gottes gehorsam ist und lt. Apg 17,30; Buße tut, d.h. dem Wirken des Heiligen Geistes nachgibt, wie es Joh 16,7-14; beschreibt. Eine logische Folge dieser Haltung ist die völlige Sündenerkenntnis (Röm 3,20), dass man völlig verloren ist und nichts tun kann, sondern der Herr Jesus mich retten muss, aufgrund Seines vollkommenen Opfers und Blutvergiessens (Basis Hebr 9,11ff; Hebr 10,19ff). Wer dies in kindlichem Glauben annimmt, erlebt Eph 1,13f;
7. Glauben Muslime an den gleichen Gott und haben nur ein falsches Gottesbild? (da es ja nur einen Schöpfer gibt und sie ja auch den meinen?)
Der Koran lehrt u.a. in Sure 19,35(36) (Ausgabe von Max Henning) dass Allah keinen Sohn hat. Der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Gott der Bibel, hat aber einen einzigen, d.h. eingeborenen Sohn, der mit IHM wesensgleich ist (Phil 2,5ff;), nämlich unseren Herrn Jesus Christus. Damit ist die Frage beantwortet.
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